
Benjamin Weiß lebt seit 41 Jahren in Roth – was bedeutet, dass er die Stadt nicht nur kennt, sondern auch alles mitgemacht hat, was man hier so mitmachen kann: Aufwachsen, Umziehen, Ankommen, Bleiben. Den größten Teil seines Lebens, 27 Jahre, verbrachte er in Wallesau, dazu kommen weitere Jahre in Roth selbst und in Pfaffenhofen. Ortskenntnis also nicht aus Google Maps, sondern aus Erfahrung, Alltag und gelegentlichem Kopfschütteln.
Geboren wurde Weiß am 15. Januar 1985 in Schwabach, was ihm früh beigebracht hat, wie wichtig klare Stadtgrenzen sind – und warum man sie trotzdem nicht zu ernst nehmen sollte. Seit über 20 Jahren arbeitet er im öffentlichen Dienst und weiß deshalb sehr genau, wie Verwaltung funktioniert, warum sie manchmal stockt und wieso Transparenz kein Naturereignis ist, sondern Arbeit bedeutet. Er kennt Akten, Zuständigkeiten und den Moment, in dem niemand mehr weiß, wer jetzt eigentlich dran ist.
Als Bürgermeisterkandidat für DIE PARTEI verbindet Benjamin Weiß satirische Zuspitzung mit ernst gemeinten Inhalten. Ihm geht es um ein stärkeres soziales Miteinander, bezahlbaren Wohnraum, echte politische Alternativen statt vertrauter Ausreden und eine zügige, nachvollziehbare Arbeit im Rathaus. Ein besonderes Anliegen ist ihm außerdem die bessere Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt, weil eine Stadt ohne Ehrenamt zwar verwaltet werden kann, aber kaum lebt.
Sein Wahlkampf ist bewusst humorvoll – inklusive einer U-Bahn, die vor allem als politische Satire dient –, aber seine Haltung ist klar: Politik darf lustig sein, muss aber ehrlich bleiben. Oder anders gesagt: Wer Roth regieren will, sollte die Stadt kennen, die Verwaltung verstehen und sich selbst nicht für wichtiger halten als die Menschen, um die es geht.