
Die letzte Sitzung vor der neuen Amtsperiode stand an und neben Tränen über den Austritt einzelner Mitglieder und ausschweifender Haushaltsreden wurde auch Geld für Skater ausgegeben.
Natürlich nicht für den Skatepark, sondern für eine Statue vom Künstler Clemens Heinl, welcher in Roth sein Studio hat. Ca. 6.200 Euro wurde für das Kunstwerk „Der Junge mit dem Skateboard“ ausgegeben.
Der Skatepark auf der anderen Seite ist nun Chefsache, so versichert es der erste Bürgermeister Andreas Buckreus zumindest. In einem wöchentlichen Jour Fix muss berichtet werden, warum was nicht vorangeht, was die Hürden sind und wie diese abzubauen sind. Klingt für uns gut, ist allerdings schon mindestens das zweite Mal, dass jemand dieses Projekt zur Chefsache erklärt. Auch der Stadtbaumeister hatte hier bereits über zwei Jahre eine Chefsache ausgerufen, nur um das Projekt am Ende nicht umgesetzt zu haben. Und auch zu Beginn des Projekts wurde zugesichert „Wartet ein Jahr, dann können wir uns intensiv diesem Projekt widmen“, damals noch vom Vorgänger von unserem aktuellen Bürgermeister.
Wir sind uns sicher: Bald steht er, der Skater.
Hoffentlich steht auch der Skatepark demnächst – das wäre (und so hat es unser Mandatsträger in der Sitzung selbst auch betont) nämlich noch einmal ein gutes Stück wichtiger für die jungen Erwachsenen und Jugendlichen.
Mehr als fünf Jahre demokratischer Planungsprozess für ein von der Jugend angestoßenes Thema stärkt nicht unbedingt die Zufriedenheit und das Gefühl der Selbstwirksamkeit in der Kommune.
Und entschuldigt, dass das Kunstwerk von Herrn Clemens Heinl nun als Steigbügelhalter für die Kritik herhalten musste – insgesamt haben wir nichts gegen die Anschaffung. Es ist nur sehr typisch, dass statt der Umsetzung des eigentlich gewünschten Projektes jetzt ein Pflaster verteilt wird. Hat zwar nichts mit dem Skatepark zu tun, aber immerhin mit Skaten. Ist ja quasi schon eine neue Sportanlage.