Demo für weniger Gredl-Pfeiflärm

Am 04. Januar 2026 lud die Partei Die PARTEI Kreisverband Roth einmal mehr zu ihrer jährlich stattfinden Aktion „Ihr hupt, wir trinken“ an der Gredl-Strecke ein, um gegen den schleppenden Ausbau der Beschrankung der Gredl-Trasse und für den Ausbau der Gredl zur S-Bahn zur demonstrieren.

Dabei ist im letzten Jahr einiges vorangegangen, was den Ausbau der Gredl zur S-Bahn angeht. Am 12. September wurde der Planungsvertrag für die Elektrifizierung der Gredl-Strecke und den Anschluss ans S-Bahn-Netz Nürnberg unterzeichnet und somit die Grundlage für den S-Bahn-Ausbau nach Hilpoltstein gelegt. Damit startet nun offiziell ein Prozess, der über Jahre durch den Arbeitskreis S-Bahn 2030 vorbereitet wurde und welcher als Ziel die Anbindung Hilpoltsteins an das S-Bahn-Netz hat.

„Natürlich ist das eine sehr gute Entwicklung“, betont Max Weggenmann, „“Wir demonstrieren ja bereits seit Jahren für den Ausbau der S-Bahn.“. Allerdings werde die Planung noch bis mindestens 2030 brauchen, daher setzt Die PARTEI seit einigen Jahren in ihren Protesten einen anderen Fokus. „Uns geht es im ersten Schritt auch um die Schließung einiger Bahnübergänge“, so Martin Winkler, welcher Die PARTEI im Rother Stadtrat vertritt. „Es gibt seit 2018 einen Planfeststellungsbeschluss zu zwei der Übergänge, einen weiteren seit 2024 – alle drei wurden bisher nicht umgesetzt.“, beklagt das Parteimitglied. Von der DB InfraGo AG gäbe es hierzu (trotz schriftlicher Nachfrage) bisweilen keine konkrete Auskunft und auch die Stadtverwaltung kümmere sich nicht wirklich um das Thema, kritisiert der Kreisverband. „Bei 38 Fahrten an einem regulären Wochentag wären drei Übergänge weniger bei den aktuell 2 Warngeräuschen pro Übergang bereits eine Reduzierung von über 200 Pfeifgeräuschen der Gredl pro Tag“, rechnet Luis Bernreuther, Kreisvorsitzender der Partei Die PARTEI vor. Jeder könne sich selbst ausrechnen, wie viel weniger die Gredl seit dem Planfeststellungsbeschluss hätte pfeifen können, wenn dieses Thema ernster genommen würde.

Somit bleibt dem Verband nichts anderes übrig, als weiter zu demonstrieren: „Wir halten die Aktion durch, bis wir Fortschritte sehen!“ kündigt Benjamin Weiß an, „Letztendlich haben wir hierfür eine Demonstrationsform gefunden, die trotz eisiger Kälte immer auch Spaß macht“.