Vorgang 2026/058-01 – Projektmanagement in Goslar
Goslar hat sein Projektmanagement dezentral organisiert, und das ist durchaus praktisch: Wenn etwas schiefgeht, kann man immer einen Fachbereich fragen. Die Verwaltung benennt für jeden Hoch-, Tief- und Landschaftsbau ein Projektleiterteam, meldet regelmäßig Abweichungen an den Rat und verlangt politische Beschlüsse ab 250.000 Euro. Wer braucht schon eine zentrale Steuerung, wenn man viele Zuständige haben kann?
Kurz ernsthaft: Die Mitteilung (Vorgang 2026/058-01) beantwortet die Anfrage der CDU-Ratsfraktion zum Projektmanagement der Stadt Goslar. Belegt ist, dass Projekte von benannten Projektleitern koordiniert werden und dass keine zwingende formale Zertifizierung vorgeschrieben ist. Die Verwaltung beschreibt eine dezentrale Organisationsstruktur mit klaren Zuständigkeiten zwischen Fachbereichen und nennt vereinfachte Prozesse für kleinere Vorhaben. Ebenfalls festgehalten ist die Berichtspflicht an den Rat bei Kosten- oder Zeitabweichungen; politische Beschlüsse sind ab einem Kostenvolumen von 250.000 Euro vorgesehen.
Offen bleibt jedoch, wie die Verwaltung eine einheitliche Anwendung der Standards und damit Verlässlichkeit, Transparenz und effektive Kostenkontrolle sicherstellt. Für Bürgerinnen und Bürger ist relevant, ob Projekte künftig planbarer und nachvollziehbarer werden — oder ob bei größeren Maßnahmen weiterhin Unklarheiten in Verantwortlichkeiten bestehen. DIE PARTEI wird die Entwicklung beobachten und auf mehr Transparenz bei Organisation, Kostenkontrolle und Projektsteuerung drängen.
Vorgangsnummer: 2026/058-01 | Original bei ALLRIS
Vorgang 2026/061 – Maßnahmen an städtischen Bäumen
Die Stadt plant eine geordnete Abkehr vom Baumzeitalter: Ein Bergahorn in Vienenburg, zwei Robinien in Jerstedt und neun Bäume in Hahndorf sollen gefällt werden, damit eine Kita-Zufahrt gebaut werden kann und die Verwaltung fröhlich Ersatzpflanzungen vermerkt. Fällung, Ersatzpflanzung und geschätzte Kosten werden dabei so routiniert aufgelistet, als handele es sich um eine neue Serie kommunaler Pflanzbedingungen.
Kurz ernsthaft: Die Mitteilung 2026/061 ist eine sachliche Vorlage, die Fällungen aus Gründen der Standsicherheit (Bergahorn: Faulstellen; Robinien: Fäulnis bis ins Kernholz) und für die Herstellung einer Zufahrt zum künftigen Kitagebäude benennt. Die vorgeschlagenen Ersatzpflanzungen sind Mehlbeere (Vienenburg), zwei Birnen (Jerstedt) sowie sieben Hochstamm-Obstbäume und zwei Feldahorne (Hahndorf). Die geschätzten Kosten für Ersatzpflanzungen betragen einzeln 1.700 €, 4.200 € und 15.600 €, zusammen 21.500 €.
Offen bleibt, ob und wann die Untere Naturschutzbehörde formal zustimmt und welche konkreten Termine für die Fällungen vorgesehen sind. Die Mitteilung verweist auf die Ausschusssitzung am 12. Februar 2026 und auf eine Rückmeldefrist bis zum 19. Februar 2026. Bürger:innen können bis drei Tage vor der Sitzung Fragen stellen oder sich vor Ort informieren. Politisch relevant ist die Abwägung zwischen akuter Standsicherheit, Bauinteressen (Zufahrt Kita) und langfristiger Grünraumpflege in den betroffenen Ortsteilen.
Vorgangsnummer: 2026/061 | Original bei ALLRIS

Vorgang 2026/033-02 – Jahresrückblick 2025 der Stadtforst Goslar
Goslar pflanzt einen Wald und vergisst offenbar das Preisschild: 119.595 Setzlinge, VIP-Behandlung für die Rotbuche und ein Sonderflakon Hainbuche für Bettingerode und Grauhof – aber die Quittung bleibt unbequem unter den Wurzeln liegen. Wer hätte gedacht, dass Forstwege wie ‚Alte Harzstraße‘ und ‚Windeweg‘ bald eher wie Baumkataloge klingen, wenn man die Listen durchblättert, statt die Rechnungen?
Spaß beiseite: Die Mitteilung 2026/033-02 dokumentiert die Aufforstungsaktivitäten der Stadtforst Goslar im Jahr 2025. Demnach wurden insgesamt 119.595 Bäume gepflanzt; darunter 60.675 Rotbuchen und 7.875 Küstentannen. Als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wurden 51.300 Bäume in Bettingerode (31.600 Traubeneichen, 6.200 Hainbuchen) und Grauhof (11.900 Traubeneichen, 1.600 Hainbuchen) gesetzt. Zudem wurden 12 Mulden am Forstweg „Alte Harzstraße“ und 27 Mulden am Forstweg „Windeweg“ zur Wasserrückhaltung angelegt.
Zur Sache: Die Maßnahmen sind ökologisch positiv zu bewerten und zeigen aktives Handeln der Stadtforst. Allerdings fehlen in der Mitteilung konkrete Angaben zu Kosten und finanziellen Auswirkungen der Pflanzungen. Ebenso unklar bleibt, welche langfristigen Bewertungszeiträume und Monitoringmaßnahmen für die 39 Mulden geplant sind. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: Viel Grün, aber keine transparente Einsicht in die Mittelverwendung. Politisch relevant ist vor allem die nachzubessernde Transparenz zu Kosten und die verbindliche Langzeitbeobachtung der Wasserrückhaltemaßnahmen.
Vorgangsnummer: 2026/033-02 | Original bei ALLRIS
Vorgang 2026/058 – Projektmanagement der Stadt Goslar
Die CDU-Ratsfraktion hat mit der Anfrage 2026/058 die Verwaltung gefragt: Wer führt unsere Bauprojekte, wie ist die Projektleitung organisiert und warum dauern und verteuern sich Bauvorhaben? In mildem Tonfall: Projektmanagement, Kostenkontrolle und Transparenz sollen nicht nur schöne Worte im Haushaltsplan sein.
Kurz ernsthaft: Die Anfrage richtet sich konkret an die interne Organisation des Projektmanagements, an die Benennung verantwortlicher Projektleiter inklusive Qualifikationen, an abteilungsübergreifende Zuständigkeiten, die Nutzung von Projektmanagement-Tools sowie an Verfahren zur frühzeitigen Kostenkontrolle und Risikoanalyse. Die CDU fragte zudem nach Berichtswegen zum Rat und nach öffentlicher Transparenz über den Stand laufender Projekte. Die Behandlung ist für den 3. März 2026 angesetzt.
Faktisch lässt sich ergänzen, dass die Stadt eine Dienstanweisung Bauprojektmanagement (DA Bau) in der Fassung vom 01.09.2025 vorhält, die Projektphasen, Pflichtdokumentation, monatliches Projektcontrolling und Mitteilungspflichten regelt. Auch die Zentrale Vergabestelle (ZVS) wird im Dokument erwähnt und ist seit dem 20.03.2025 aktiv. Offen bleibt nach den Unterlagen, welche internen Schritte die Verwaltung konkret unternimmt, um die in der Anfrage adressierten Transparenz- und Kontrollfragen zu beantworten und wie schnell Rathaus und Rat hier Verbesserungen umsetzen können. Für Bürgerinnen und Bürger ist relevant, ob künftige Bauprojekte früher und klarer über Zeit- und Kostenrisiken informiert werden.
Vorgangsnummer: 2026/058 | Original bei ALLRIS

Vorgang 2026/057 – Vergleich kommunaler Bauprojektkosten
Goslar fragt: Warum kostet ein Spielplatz am Oppelner Weg 446.000 Euro, während ein Neubau in Lutter mit rund 100.000 Euro veranschlagt wird? Warum kostet die Toilettenanlage in Hahnenklee rund 330.000 Euro, obwohl Braunlage für eine (vermeintlich) vergleichbare Anlage etwa 125.000 Euro investierte? Und wieso stehen 5,3 Millionen Euro für den Kindergarten in Hahndorf gegenüber 2,2 Millionen Euro in Hamm? Diese Zahlen aus der Anfrage der CDU-Ratsfraktion wirken, als hätte jemand beim Kostenschätzer die Währung auf „Luxus“ gestellt.
Kurz ernsthaft: Die Pointe ist scharf, weil die Abweichungen groß sind und damit Fragen nach Transparenz und Methodik aufkommen.
Die vorliegende Anfrage (Vorgang 2026/057) fordert die Verwaltung auf, eine vergleichende Gegenüberstellung der Kostenansätze für ausgewählte Bauprojekte vorzulegen. Belegbare Zahlen in der Vorlage nennen u. a. 446.000 Euro für den Spielplatz Oppelner Weg, 330.000 Euro für die Toilettenanlage in Hahnenklee und rund 5,3 Mio. Euro für den Kindergarten Hahndorf. Offen bleibt, nach welchen Maßstäben die Vergleichsobjekte ausgewählt wurden und welche Kostenpositionen (z. B. Erschließung, Mehrkosten durch Geländebedingungen) eingerechnet sind. Die Ergebnisse sollen dem zuständigen Fachausschuss und dem Rat schriftlich vorgelegt werden; die nächste Ratssitzung ist am 03.03.2026 vorgesehen. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: Wenn Kostenunterschiede nicht erklärbar sind, wirkt sich das letztlich auf die Steuer- und Gebührenbelastung aus.
Vorgangsnummer: 2026/057 | Original bei ALLRIS
Vorgang 2026/033-01 – Anfrage zum Jahresrückblick 2025 der Stadtforst Goslar
Es ist beruhigend zu hören, dass 119.595 Bäume im Jahr 2025 gepflanzt wurden, während wir gleichzeitig über das mysteriöse Verschwinden der Mulden zur Wasserrückhaltung nachdenken. Ratsherr Henning Wehrmann fragt nach: Welche Baumarten wurden gepflanzt, wie verteilen sich die 119.595 auf diese Arten, und wo sind die Mulden geblieben? Offenbar sind 51.300 dieser Pflanzungen als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen in Bettingerode und Grauhof eingeordnet worden – aber die Mulden, die Regen halten sollen, scheinen in der Kommunikation weniger präsent.
Kurz ernsthaft: Bei dem Vorgang handelt es sich um eine Anfrage (2026/033-01) von Ratsherr Henning Wehrmann vom 30.01.2026. Die Anfrage verlangt konkrete Angaben zu den 119.595 gepflanzten Bäumen, einer Aufschlüsselung der Baumarten, zu den 51.300 Ausgleichsbäumen in Bettingerode und Grauhof sowie zur Zahl, Lage und den bisherigen Erfahrungen mit Mulden zur Wasserrückhaltung. Die Vorlage wird im Betriebsausschuss Stadtforst am 10.02.2026 behandelt.
Warum das relevant ist: Zahlen allein sagen wenig über ökologische Wirkung und Klimaanpassung. Bürgerinnen und Bürger profitieren von transparenter Berichterstattung zu Baumarten, Pflanzstandorten und zu Maßnahmen wie Mulden, die Niederschläge zurückhalten sollen. Offen bleibt aktuell, ob die Antworten die zukünftige Forstplanung beeinflussen.
Vorgangsnummer: 2026/033-01 | Original bei ALLRIS
Vorgang 2026/025-01 – Wirtschaftsplan 2026 für das Goslarer Gebäude Management
Die Stadt plant für 2026 ein Betriebsszenario, in dem der Wirtschaftsplan des Goslarer Gebäude Managements zwar umfangreiche Investitionen und Instandhaltungen vorsieht, zugleich aber ein Jahresfehlbetrag auftritt. Satireblock: Der Wirtschaftsplan 2026 wirkt wie ein handschriftlicher Wunschzettel an die Haushaltsgötter: Erträge von 16.036.645 € stehen Aufwendungen von 16.933.950 € gegenüber, das Ergebnis ist ein hübscher Fehlbetrag von 897.305 €. Man könnte sagen, Goslar übt Minimalismus: keine Kredite für den Vermögensplan, aber ein Höchstbetrag von 1.000.000 € Liquiditätskredit in der Schublade – praktisch, falls man doch noch eine Überraschung will. Verpflichtungsermächtigungen von 4.953.000 € stehen da wie vorgemerkte Vorsätze, und Instandhaltungsposten von 2.500.000 € sorgen dafür, dass zumindest die Gebäude nicht elegant zerfallen. Kurz gesagt: große Pläne, kleiner Geldbeutel, optimistische Buchführung.
Kurz ernsthaft: Die Vorlage ist eine Beschlussvorlage zur Feststellung des Wirtschaftsplans für das Goslarer Gebäude Management. Belegbare Fakten aus der Vorlage: Erträge 16.036.645 €, Aufwendungen 16.933.950 €, Jahresfehlbetrag 897.305 €, Vermögensplan jeweils 7.885.200 €, keine Darlehensaufnahme zur Finanzierung des Vermögensplans, Höchstbetrag Liquiditätskredite 1.000.000 € und Verpflichtungsermächtigungen 4.953.000 €. Offen bleibt, wie genau der Fehlbetrag gedeckt werden soll und welche Konsequenzen dies für die angebotenen Dienstleistungen und Instandhaltungsmaßnahmen haben wird. Der Rat beschließt die Vorlage am 03.03.2026.
Vorgangsnummer: 2026/025-01 | Original bei ALLRIS
Die Tagesschau stellt fest:
Inklusion scheitert selten am Willen – aber zuverlässig an Formularen.
Menschen mit Behinderung wollen arbeiten.
Unternehmen wollen einstellen.
Der Staat will erst mal alles prüfen. Sehr lange. Sehr gründlich. Mit Fax.
Ergebnis:
Inklusion wird beantragt, geprüft, vertagt –
und am Ende leider nicht genehmigt.
Deutschland hat kein Inklusionsproblem.
Deutschland hat ein Bürokratie-Hobby.
Wer wirklich Teilhabe will, muss Barrieren abbauen –
und nicht neue Aktenordner stapeln.
Inklusion beginnt nicht im Gesetzblatt.
Sie beginnt dort, wo man aufhört, Menschen wie Sonderfälle zu behandeln.
Jan
Vorgang 2026/054 – Gebäudezustand in der Altstadt
Spaß beiseite: Offenbar benötigen einige denkmalgeschützte Gebäude in der Goslarer Altstadt mehr als nur einen symbolischen Blick aus dem Rathausfenster. Die Anfrage 2026/054 der SPD-Ratsfraktion nennt ausdrücklich die Sorgen um den baulichen Zustand, fragt nach einem Kataster denkmalgeschützter Bauten, nach einer Bewertung des Zustands und nach der Information der Eigentümer über ihre Pflichten. Besonders hervorgehoben wird das unvollendete Neubauvorhaben an der Ecke Schielenstraße/Lämmerstraße, das seit Jahren als Rohbau das Stadtbild in der Nähe des Weltkulturerbes belastet.
Kurz ernsthaft: Die satirische Zuspitzung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es hier um den Erhalt historischer Bausubstanz geht. Die Anfrage ist eine politische Nachfrage an die Verwaltung, ob und wie ein Kataster geführt wird, ob der bauliche Zustand systematisch bewertet wurde und ob Eigentümer über Instandhaltungspflichten informiert sind. Weiter gefragt wird, welche rechtlichen Voraussetzungen für Ersatzmaßnahmen durch die Stadt bestehen und ob Fördermöglichkeiten bestehen. Offen bleibt nach den vorliegenden Unterlagen, welche konkreten Maßnahmen am Rohbau Schielenstraße/Lämmerstraße bereits getroffen wurden und warum das Neubauvorhaben nicht fortgesetzt wird. Bürgerinnen und Bürger sind betroffen, weil der Zustand denkmalgeschützter Gebäude das Stadtbild und das Weltkulturerbe-Umfeld beeinflusst. Die Beratung dieser Anfrage findet am 03.03.2026 statt.
Vorgangsnummer: 2026/054 | Original bei ALLRIS
Vorgang 2026/043 – Stellungnahme zur Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) 3.0
Die Stadt Goslar fordert in ihrer Stellungnahme die Umklassifizierung Vienenburgs: Aus dem als Grundzentrum bezeichneten Ortsteil soll nach Ansicht der Verwaltung ein Teil des Mittelzentrums Goslar werden. Die satirische Kurzformel dazu lautet: Unsere Karte hat Licht für Vienenburg gefunden, der Rest der Stadt tappt weiter im Dunkeln. Vienenburg wird als Standort mit verkehrsgünstiger Lage und Flächenpotenzialen beschrieben, die Wohn- und Gewerbeentwicklungen ergänzen können; offenbar ein überraschender Fund auf der städtischen Inventarliste.
Kurz ernsthaft: Die Stadt hat formell Stellung zum RROP 3.0 genommen. Kernpunkte der Vorlage sind die Forderung nach Umklassifizierung Vienenburgs, die Überarbeitung der Abgrenzung zentraler Siedlungsgebiete (inklusive Gewerbe-, Freizeit- und Sportflächen) und die Kritik an der Ausweisung der Altstadt als alleinigen Versorgungskern wegen Denkmalschutzrestriktionen. Außerdem lehnt Goslar die vollständige Ausweisung des Landschaftsschutzgebiets Harz als Vorranggebiet ab und empfiehlt, bei Vorranggebieten Wald auf eine zeichnerische bzw. beschreibende Regelung mit 100 m Abstand zu Siedlungsflächen zu achten. Die Offenlage läuft bis zum 25. März 2026; Stellungnahmen sind bis zum 8. April 2026 möglich. Offen bleibt, wie der Regionalverband und das weitere Verfahren auf diese konkreten Änderungswünsche reagieren werden und welche formalen Schritte zur Umsetzung folgen. Für Bürgerinnen und Bürger relevant sind mögliche Auswirkungen auf Gewerbeflächen, Wohnbauflächen und die regionale Versorgungsausstattung in Vienenburg und Stadtteilen.
Vorgangsnummer: 2026/043 | Original bei ALLRIS