Sanierung der Sporthalle am Kulturmarktplatz: Langsamkeit kostet 4,35 Mio. €

Vorgang 2026/011 – Sanierung der Sporthalle am Kulturmarktplatz

Die Stadt plant, die seit 2017 gesperrte Sporthalle am Kulturmarktplatz zu sanieren. Die Verwaltung schlägt eine umfangreiche Renovierung vor, die laut Vorlage rund 4.350.000,00 € kosten soll und maßgeblich von Fördersummen abhängt.

Die Satire: Neun Jahre Stillstand, ein Antrag auf Rettung per Fördermittel und plötzlich heller Eifer – das ist die neue Form kommunaler Pünktlichkeit. Die Sporthalle, geschlossen seit 2017, wartet nun auf den großen Auftritt als Projektantrag: Prallwände, Asbestsanierung, Sicherheitsbeleuchtung, Heizung, Umkleiden und ein Aufzug – alles auf einmal, alles mit Fördermittelhoffnung. Man könnte meinen, die Verwaltung hat einen Marathon geplant: Antragstellung bis 15. Januar 2026, dann Medaillenvergabe für fristgerechte Rechnungen. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen gespannt sein, ob der Lauf gegen die Uhr von Finanzierungszuschüssen gewonnen wird.

Spaß beiseite: Nach den vorliegenden Unterlagen handelt es sich um eine Beschlussvorlage zur Grundsatzentscheidung über die Sanierung. Faktisch bedeutet das: Gesamtkosten ca. 4,35 Mio. €, erwartete Förderung bis zu 75 %, daraus ein Mindest-Eigenanteil von mindestens 1.087.500,00 €. Die Halle weist erhebliche bauliche und technische Mängel (Sanitär, Sicherheitsbeleuchtung, Heizung) und Asbestreste auf; Barrierefreiheitsmaßnahmen (Aufzug zu Umkleiden/Duschen) sind vorgesehen. Offen bleibt, ob und in welcher Höhe die Fördermittel bewilligt werden und welche Kosten ggf. nicht förderfähig sind. Politisch relevant ist die Frage, wie die Stadt die finanzielle Lücke schließt und wie schnell die Wiederinbetriebnahme für Schul- und Vereinssport gelingt.

Vorgangsnummer: 2026/011 | Original bei ALLRIS