
Vorgang 2026/032 – Wirtschaftsplan Stadtforst 2026
Die Stadtforst plant 2026 offenbar eine kühne Finanzinnovation: statt Gewinne zu erwirtschaften, wird ein Jahresfehlbetrag als Zielvorgabe präsentiert. Erträge füllen lediglich 1.202.080,00 EUR, während die Aufwendungen mit 2.943.919,00 EUR protokolliert werden; der resultierende Fehlbetrag lautet 1.741.839,00 EUR. Parallel werden Forstwege instand gesetzt, klimaresistente Bäume gepflanzt und Borkenkäferverluste bekämpft — das wirkt fast so, als habe man die Defizite direkt in die Aufforstungsstrategie eingearbeitet.
Spaß beiseite:
Der Rat der Stadt Goslar hat in seiner Sitzung am 03.03.2026 die Vorlage zum Wirtschaftsplan Stadtforst 2026 beschlossen. Sachlich sieht der Erfolgsplan Erträge von 1.202.080,00 EUR und Aufwendungen von 2.943.919,00 EUR vor, was einen Jahresfehlbetrag von 1.741.839,00 EUR ergibt. Im Vermögensplan werden Bedarf und Deckungsmittel jeweils mit 1.944.839,00 EUR angegeben. Für Investitionen sind keine Kreditaufnahmen vorgesehen; als Sicherungsmaßnahme ist ein Höchstbetrag für Liquiditätskredite von 400.000,00 EUR festgelegt. Für Pflanz- und Wegearbeiten sind 571.300,00 EUR an Fördermitteln eingeplant.
Offen bleibt, wie der Fehlbetrag konkret ausgeglichen werden soll (Abbau von Rücklagen oder Belastung des Kernhaushalts) und welche Einnahmeprognosen für Holzverkäufe zugrunde gelegt wurden. Für Bürgerinnen und Bürger ist relevant, dass die Stadtforst Maßnahmen gegen Borkenkäferkalamitäten und Wiederbewaldung mit klimaresistenten Baumarten plant sowie Forstwege zur Verbesserung der LKW-Infrastruktur instand setzen will. Diese Maßnahmen sind ökologisch sinnvoll, werfen aber zugleich Fragen zur nachhaltigen Haushaltsplanung auf.
Vorgangsnummer: 2026/032 | Original bei ALLRIS