Neuigkeiten

Sonntag, 23. Mai 2021

Neuer Kreisvorstand gewählt

Die PARTEI Havelland glänzt durch Jugend und Doppelvizetum

Kreisparteitag 2021 der PARTEI Havelland in Zollchow: Weltherrschaft geplant Foto: V. Tharun

Zollchow. Bei strahlendem Regen trafen sich die aktiven Mitglieder des Kreisverbandes Havelland der Partei „Die PARTEI“* am vorigen Samstag in einem Garten in Zollchow zum Kreisparteitag. Wichtigster Tagesordnungspunkt: einen neuen Kreisvorstand wählen.

Die Wahl war nötig, da der bisherige Vorsitzende, Lars Krause aus Falkensee, sein Amt niedergelegt hat: „Fast ein Vierteljahrhundert habe ich nun die Geschicke der Partei Die PARTEI im Havelland gelenkt. Es ist an der Zeit, dass ich mich auf mein parlamentarisches Mandat konzentriere und den Staffelstab an ein neues, frisches, junges und neues, dynamisches Quartett übergebe.“, sagt Krause. „Dem neuen Vorstand ein dreifaches ,Glück auf!‘“.
Sein Nachfolger ist nun der Rathenower Christian Rieck. Der sehr jung und dynamisch ist. Und frisch. Aber nicht so neu. Rieck ist mit seinen jungen 23 Jahren (von der Redaktion geschätzt) bereits seit 50 Jahren Mitglied der PARTEI und hat ein Mandat in der SVV Rathenow. Dort koaliert er gerne intensiv mit Der LINKEN.

Profis am Werk

„In Anbetracht der breiten Erfolge, die der Kreisverband, seit meines Beitritts, und mit mir, bis dahin nur, als einfaches Mitglied, feiern konnte, mag man sich die zukünftigen Möglichkeiten, mit mir an der Spitze, gar nicht ausmalen – Hurra.“, sagt Rieck gekonnt eloquent.
Er ist eben ein Politprofi.
Dabei ist er stets bescheiden und vergisst seine Wurzeln nicht: „Bedanken möchte ich mich natürlich auch. Bei denen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben und natürlich auch bei dem voran gegangenen Vorstand, der mir und uns als Vorstand im Ganzen, einen sehr guten Kreisverband hinterlassen hat.“

Schatzmeister bleibt wie zuvor der studierte Mathematiker Marc Pinn: „Das Havelland ist wohlhabend – Wir treten an, es reich zu machen! Ihr Geld ist bei der PARTEI in besten Händen“, sagt Pinn. Zahlen, vor allem in Geldform hätten sein Leben reicher gemacht, so der Schatzmeister.

Doppelt hält besser

Ein absolutes Novum zum total neuen Kreisvorstand ist die doppelte Vize-Spitze. Die Stellvertreter sind nun ein Mann namens Anton Mörstedt (ok, er war vorher auch schon Stellvertreter) und eine Frau namens Vivien Tharun. Mörstedt möchte mit Inhalten überzeugen. Dazu gehört die Teilung der Havellandes in schöne Kuchendrittel mit Nauen, Rathenow und Falkensee als Zentren.
Vivien Tharun hat sich bereits durch andere Vorstände der Republik gewohnt, wie den Landesvorständen Hamburg und Nordrhein-Westdings. Sie ist somit voll und ganz den niedrigen Ansprüchen eines Kreisverbandes gewachsen. Und ein Mandat im Kreistag hat sie auch. Zusammen mit Lars Krause koaliert sie dort leidenschaftlich mit Der LINKEN: „Ich bin froh, dass ich die ganzen alten Männer im Kreisverband von meiner überragenden Kompetenz überzeugen konnte.“, sagt Tharun. Vielleicht war es aber auch der Schnaps, den sie auf dem Kreisparteitag ausgegeben hat.

* „Die PARTEI“ ist eine Abkürzung für: Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative. Darum sind alle Buchstaben der Abkürzung groß zu schreiben, verdammt noch einmal.

Mittwoch, 5. Mai 2021

Kreisparteitag in Zollchow

Journalisten berichten – berechtigter Weise – gerade viel über Corona. Damit es auf Dauer für sie nicht langweilig wird, hat sich Die PARTEI Havelland was Duftiges überlegt: einen KreisPARTEItag!

Der Clou: in diesem Jahr dürfen nur Mitglieder der PARTEI Havelland kommen – und halt ein paar Journalisten, die Abwechslung suchen.

Die betreffenden Personen kommen dann am 22. Mai um 15 Uhr nach Zollchow, das so gerade noch im Ribbeck-Land liegt. Warum dort? Weil es schön ist! Außerdem können wir dort die Abstands- und Hygieneregeln wahren, die für die Durchführung eines Kreisparteitags zu Pandemiezeiten nötig sind.

Denn die Partei „Die PARTEI“ ist eine sehr verantwortungsvolle Partei. Und wer sich nicht die Hände wäscht und Masken verweigert, ist ein egoistisches Arschloch.

Auf dem Kreisparteitag werden die hygienebewussten Mitglieder einen neuen Vorstand wählen und die wichtigsten Dinge für die anstehende Bundestagswahl in diesem Jahr besprechen.

Journalisten, die gerne dabei sein wollen, melden sich bitte an unter:

vivientharun@nulllarskrause.de

Beste Grüße

Ihre PARTEI Havelland 💖💖💖

Freitag, 6. November 2020

Ene mene Bürgermeister

Wahlempfehlung zur kommenden Stichwahl für das Bürgermeisteramt in Dallgow

Dallgow-Döberitz. Erst einmal ein Dank an alle, die mich beim ersten Wahlgang gewählt haben, an den netten Mann, der mir die Bauzäune für meine Großbanner geliehen hat und alle, die am Musikvideo „Wähl nur mich“ mitgewirkt haben. Ihr seid großartig und habt einen Platz in der Geschichte verdient!

Letzten Endes hat das für 2,7 Prozent der Wählerstimmen gereicht. Das ist eine klare Aufforderung zur Amtsübernahme – nur eben von recht wenigen Wählern.

Die Stichwahl am 15. November wird nun entscheiden, ob die CDU den nächsten Bürgermeister stellt, oder ob das Amt in der Hand eines Freien Wählers bleibt.

Gemeinsam haben die beiden Kandidaten „was mit Polizei“.
Sven Richter (CDU) ist noch beim LKA aktiv, Harald Wunderlich (Freie Wähler) ehemaliger Polizist. Unterschiedlich ist wiederum, wie sie mit den Wählern umgehen. So zeigt sich der Christdemokrat gerne mit anderen Politikern, während Wunderlich aus Seeburg die Nähe zum Bürger sucht – was für einen Bürgermeister der sympathischere Zug ist.

Außerdem steht im Wahlprogramm des Freien Wählers, dass er sich für sozialen Wohnungsbau in Dallgow einsetzen möchte. Das ist auch mein Anliegen. Im persönlichen Gespräch fragte ich ihn, wie er dazu steht, in der Ortsmitte die Bäume am Bahnhofsparkplatz zu fällen, um dort ein zweistöckiges Parkhaus hinzustellen (das möchte der CDU-Kandidat gerne). Harald Wunderlich ist dagegen und das ist gut. Der Parkplatz ist nicht voll ausgelastet und mehr Autos sollte es im Ortskern nicht geben. Wunderlich möchte stattdessen Fahrradständer und Fahrradboxen aufstellen, um den Pkw-Verkehr zu reduzieren. Sehr gut!

Er möchte zudem den Service im Rathaus verbessern und Abläufe dort effizienter gestalten. Ein nötiger Schritt.

Im direkten Vergleich der Kandidaten ist Harald Wunderlich sozialer veranlagt und den Bürgern näher. Daher spreche ich für die Stichwahl am 15. November eine Wahlempfehlung für ihn aus. Ganz ohne Witz.

Herzlich Ihre Vivien Tharun

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Programm zur Bürgermeisterwahl in Dallgow-Döberitz

Ein paar Worte vorweg: ich, Kandidatin Vivien Tharun, tue mich schwer mit Programmen. Das liegt zum einen daran, dass nur wenige Menschen sie überhaupt lesen und 80 Prozent der Wähler sowieso davon ausgehen, angelogen zu werden.
Für diejenigen, die mich trotzdem einschätzen möchten, habe ich aufgeschrieben, was ich in Dallgow-Döberitz für umsetzbar halte, ohne unrealistische Versprechen zu machen. Einige der Programmpunkte, wie zum Beispiel Musikunterricht in Kitas, entstanden in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der LINKEN in Dallgow.

Grundschule und Kindertagesstätten

1) Die öffentlichen Kindertagesstätten brauchen ein besseres und integriertes Musikangebot.
Musik kommt derzeit noch zu kurz. Dabei fördert sie das Sprachgefühl und sogar das mathematische Denken.

2) Das Schulessen an der Grundschule am Wasserturm muss besser werden.
Gesünder, schmackhafter und vor allem: kindgerechter. Beispielsweise wird derzeit die Pizza portionsweise in Aluminiumschalen zubereitet. Dadurch ist sie pappig und schmeckt metallisch. Die Essensauswahl ist oft bescheiden. Es gab schon Tage, an denen unter den Fleischgerichten die Auswahl zwischen Kohlroulade und Leber zu treffen war. Als vegetarische Alternative gab es eine Salatplatte. An solchen Tagen finden Eltern wie ich nichts für ihren Nachwuchs in der Speisenauswahl. An anderen Tagen gibt es gleich zwei Nudelgerichte. Das Gemüse dazu ist verkocht.
Da es bestehende Lieferverträge mit dem Caterer gibt, muss die Gemeinde prüfen, ob nachverhandelt werden kann, um die Essensauswahl besser zu gestalten. Dazu müssen die Eltern in Form einer Umfrage beteiligt werden. Dann können sie angeben, welche Gerichte sie gerne zur Auswahl hätten und was sie bereit wären pro Malzeit zu zahlen. Gleichzeitig sollte sich die Gemeinde bei anderen Schulen über deren Essenslieferanten und die jeweilige Qualität informieren, um bei Vertragsablauf gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln.

3) Die Grundschule brauch einen exklusiven Ansprechpartner für Digitalisierung.
Die Gemeinde hat zwar Smartboards für die ersten bis dritten Klassen angeschafft – ein Alter in dem es dafür laut Pädagogen noch zu früh ist – die älteren Kinder der fünften und sechsten Klassen müssen auf diese Ausstattung noch warten. Dabei macht es ab ihrem Alter Sinn, mit Medien zu arbeiten.
Die Lehrer haben zudem keine Professionelle Einweisung in die Bedienung der Smartboards bekommen, so dass das Potential eines Medien übergreifenden Unterrichts gar nicht ausgeschöpft werden kann. Genau dazu braucht es zukünftig einen kompetenten Ansprechpartner für die Lehrer in der Gemeinde.

4) Das Verkehrschaos vor den Grundschulstandorten muss enden.
Jedes Jahr gehen weniger Schüler selbstständig zur Schule. Statt zu Fuß, mit dem Rad oder dem Bus, bringen die Eltern die Kinder mit dem Auto. Das Ergebnis: jeden Morgen ist Verkehrschaos vor den Schulen. Viele Pkw drängen sich um wenige Freiflächen, um zu parken – oft mitten auf dem Gehweg.
Schluss damit! So sollen die Kinder bestärkt werden, selbstständig zur Schule zu kommen.
Damit Eltern keine Angst um ihre Kleinen haben, können sich Nachbarskinder morgens an festen Treffpunkten zu Gruppen zusammenschließen, die gemeinsam den Schulweg antreten – begleitet von Ehrenamtlichen, die auf das Einhalten der Verkehrsregeln und die Sicherheit achten.
Denn: Bewegung ist gesund und stärkt in der Gruppe die Gemeinschaft. Die genaue Wegstrecke zur Schule für die jeweiligen Schülergruppen wird in Abstimmung mit den Eltern auf Elternabenden festgelegt.
Die Krankenkasse „AOK“ hat solch ein Konzept erfolgreich getestet und nennt es „Walking Bus“. Dazu gibt es Informationen auf dieser Seite: https://www.aok.de/pk/nordwest/inhalt/aok-walking-bus/

5) Bessere Kommunikation zwischen Gemeinde, Grundschule und Hort.
Warum? Weil in den letzten Jahren mehrere Dinge, wie Stühle mit schweren Metallkreuzfüßen und Wandfarbe (Grau statt Gelb für den oberen Flur im Standort Weißdornallee), falsch bestellt wurden und die Schule nicht vorab nach ihrem Bedarf und Wünschen gefragt wurde. Die bestellten Stühle sind nicht nur zu schwer für einige Schüler, um sie hochzustellen, es sind auch noch Drehstühle, auf denen die Schüler nicht ruhig sitzen können.

6) Die öffentlichen Spielplätze müssen sich verbessern.
Beispielsweise ist für den Spielplatz an der Maurice-Ravel-Straße dringend ein Sonnensegel über dem Sandkasten nötig. Und auch der ein oder andere Baum wäre gut – für die Umwelt und um in ein paar Jahren statt des Segels Schatten zu spenden.
Der „Spielplatz am Bahnhof“, der an der Hauptstraße liegt, braucht eine Tischtennisplatte und eine Kletterwand. Auf der ungenutzten Freifläche am Ende des Hangs könnte ein Volleyballfeld entstehen oder ein Fußballtor aufgestellt werden.
Direkt an der Bahhofstraße neben der Schule ist gegenüber von Penny eine Grünfläche mit Bäumen. Hier könnte das ein oder andere kleine Spielgerät hin. Der Platz wäre aufgrund seiner zentralen Lage ideal dafür.
Die Freifläche am Schwanengraben, wo früher der ehemalige Jugendclub stand, wäre ideal für einen öffentlichen Obst- und Kräutergarten. Kindergärten und Schulen könnten diesen für Naturkunde und den Anbau von Zutaten zu Kochkursen nutzten.

Mehr Angebote für Jugendliche und Teens

7) Mehr legale Graffitiflächen.
Die Graffiti-Freiflächen am Bahnhof werden stark in Anspruch genommen. Der Bedarf für urbane Kunst ist groß. Es könnten mobile Wellblechwände (beispielsweise ausrangierte von Baustellen) aufgestellt werden, um weitere Flächen zu schaffen. In Zusammenarbeit mit dem Jugendclub und den Schulen könnte es jedes Jahr im Sommer einen Open Air-Graffitiwettbewerb geben. Die Gewinnerwände der drei am besten Platzierten könnten eine Zeit lang auf dem Bahnhofsplatz ausgestellt werden.

8) Mehrere Sportarten fördern.
Nicht jeder Teenager möchte reiten oder Fußball spielen. Die BMXer und Skater brauchen eine überdachte Halfpipe, um auch bei Regen üben zu können. Eine Profikletterwand auf einem Spielplatz ergänzt das Angebot.

9) Jugendfeuerwehr attraktiver machen.
Die Gemeinde ermuntert in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr, junge Menschen sich der Jugendfeuerwehr anzuschließen. Flyer, Infostände und Veranstaltungen sollen die Arbeit der Helfer für Jugendliche attraktiver machen.

10) Besuche im Jugendclub.
Als Bürgermeisterin wäre es für mich selbstverständlich, regelmäßig den Jugendclub zu besuchen, um mich über Sorgen und Wünsche der Jugendlichen im Ort zu informieren und zu helfen. Eine Zukunft für Folgegenerationen kann es nur geben, wenn der jungen Generation Mitsprache ermöglicht wird.

Soziales und Wohnen

11) Günstigen Mietraum schaffen.
In Dallgow heißt es: Häuser und Wohnungen können gar nicht zu teuer sein, weil ja weiterhin so viele hierher ziehen. Dass nur Menschen nach Dallgow ziehen können, die das entsprechende Einkommen haben, wird nicht erwähnt. Die Wohnungen im Gemeinderaum sind zu teuer.
Ein Beispiel: im neuen Wohnblock an der Seestraße 1 kosten 60 Quadratmeter 1000 Euro Warmmiete. Von solchen Summen zahlen andere einen Hauskredit ab. Es müssen günstige Alternativen her. Zur Not muss die Gemeinde alte Gebäude wie die „Jauche-Villa“ (Promenade, Ecke Mittelstraße) kaufen, abreißen und das Grundstück neu bebauen. Dallgow ist finanziell gut aufgestellt – die Wirtschaft macht es möglich. Doch es kann nicht immer nur über die Gewerbesteuer erwirtschaftet werden und dann nichts für die Bevölkerung ausgegeben. Ausgaben für ein bunteres Dallgow aller Bevölkerungsschichten sind nun nötig.

12) Gleichzeitig muss der Wohnungsbau damit einher gehen, dass umweltfreundlich gebaut wird. Bäume gehören auf jedes Gelände. Flächen sollen unversiegelt sein, Dächer nach Möglichkeit begrünt werden. Ich spreche mich gegen „Gärten des Grauens“, also Schottergärten, aus.

Infrastruktur

13) Verkehrskonzept zur Entlastung.
Dallgow hat den Luxus, sich hauptsächlich um Verkehr Sorgen zu machen. Der Rest scheint ja ganz gut zu laufen. Nur auf der Wilmsstraße, da läuft es manchmal gar nicht. Sie hat chronische Verstopfung. Wenn die Gemeinde weiter wächst, muss ein professionelles Gutachten und Stadtplanungskonzept her. Der ÖPNV muss attraktiver werden, damit Umwelt und Straßen entlastet werden. Da Dallgow schon dicht bebaut ist und niemand enteignet werden soll, ist es kaum möglich einfach nur Straßen breiter zu machen. Der Verkehr zwischen Finkenkrug und der B5 muss langfristig abnehmen. Nicht mehr werden.

14) Ein Gehweg für Rohrbeck.
Rohrbeck braucht einen vernünftig breiten, gut gepflasterten Gehweg, damit auch Rollstuhlfahrer dort vorankommen. Aber das Kopfsteinpflaster der Straße zu ersetzen, halte ich für wenig sinnvoll. Dadurch würde Rohrbeck zur Durchgangsstraße werden und seinen ruhigen Charakter verlieren. Und die Straßenbaukosten wären für die Anwohner sehr hoch.

15) Der elendige Breitbandausbau – ein Trauerspiel.
Die Sachlage ist leider so, dass Deutschland im Breitbandausbau noch hinter Albanien rangiert. Oder Estland. Das Problem lässt sich nicht alleine auf Gemeindeebene lösen. Vor vielen Jahren wurden schnelle Kabel beispielsweise an der Wilmsstraße, der Hauptstraße und der Triftstraße Richtung Hamburg verlegt. Dort ist eine einigermaßen gute Verbindung möglich. Für die kleinen Straßen hat die Telekom derzeit keine Ausbaupläne. Es stockt hier auch auf Kreisseite. Der Landkreis Havelland versucht, den Breitbandausbau voranzutreiben. Im Gebiet um das Amt Friesack hat die e.dis.com bereits begonnen, Haushalte anzuschließen. Für Dallgow ist die Telekom zuständig. Die hat bis jetzt die Vertragsunterschrift mit dem Kreis verschoben (siehe dafür die öffentlichen Unterlagen im Ratsinfosystem des Landkreises).
So ist mit dem Ausbau noch nicht begonnen. Derzeit besteht für Bürger nur die Möglichkeit, mit dem Zuständigen für Breitbandausbau im Landkreis Kontakt aufzunehmen (Herr Borchert) und zu schildern, dass sie schnelles Internet brauchen.
Selbstständige und Firmen können zu langsames Netz beim Breitbandatlas Brandenburg melden:
https://breitbandatlas-brandenburg.de/
Nur wenn genügend Menschen zeigen, wie hoch der Bedarf ist, kann Druck gemacht werden.
Die schnellste Internetverbindung ist derzeit das mobile LTE-Netz. Mittlerweile gibt es auch Router mit Simkarte, die auf dieses Satelliten-Netz zurückgreifen können. Das ist ein schwacher Trost, aber derzeit die zügigste Überbrückungslösung, bis das Breitbandkabel – wohl erst in ein paar Jahren – kommt.

Die Vertreter der LINKEN in Dallgow ergänzen noch folgende Punkte zum Programm:

Kultur und Aktionen

16) Es sollte öfter Entmüllungsaktionen geben. Viele Gemeinden haben bereits einen „Aufräumtag“ im Frühjahr. Solch eine groß angelegte Aktion täte Dallgow gut. Zum Beispiel liegen im Wäldchen zwischen Bahnstrecke und dem Beachvolleyball-Platz an der Felix-Mendelsohn-Straße immer Flaschen, Dosen, Plastik und Sprühdosen. Unter der Brücke nach Falkensee, am Rohrbecker Damm, liegen Autoreifen und ein Drucker. An der Hauptstraße zwischen Neu-Döberitz und Rohrbeck liegen zahlreiche Flaschen hinter dem Zaun entlang der Straße. Dafür fühlt sich niemand verantwortlich. Das muss weg.

17) Dallgow-Döberitz soll eine offene Gemeinde sein, die bereit ist, Flüchtlinge und Migranten aufzunehmen.

18) Kino-Veranstaltungen wären eine Bereicherung für die Gemeinde, damit die Menschen nicht beim Streamen zu Hause vereinsamen. Möglichkeiten wären Kinoabende in der Sporthalle der Grundschule oder Auto-Kino auf einem Feld.

Die LINKE Dallgow ergänzt in eigener Sache:

„Wir finden, Dallgow könnte in Deutschland eine Vorreiterrolle spielen, wenn es um moderne Verkehrskonzepte geht. Dabei sollte klar sein, dass Fahrradverkehr und ÖPNV die höheren Prioritäten haben sollten als motorisierter Individualverkehr. Derzeit ist es teilweise lebensgefährlich, Kinder alleine auf der Straße spielen zu lassen und mit dem Fahrrad in die Schule fahren zu lassen.“

Zur allgemeinen Lage der Gemeinde möchte ich, Vivien Tharun noch schreiben:
Im Großen und Ganzen geht es Dallgow gut. Es muss nicht alles verändert werden. Und entgegen dem landläufigen Glauben, können Bürgermeister gar nicht so viel verändern. Bei großen Projekten entscheidet die Gemeindevertretung gemeinsam. Dort ist der Bürgermeister fraktionslos und hat eine Stimme. Diese kann den Ausschlag bei einigen Entscheidungen geben – muss aber nicht sein.
Dass Einwohner denken, ein Bürgermeister könne ohne Hindernisse alles ändern und umsetzen, liegt vielleicht an dem Wort „Bürgermeister“ selbst. Es ist eine Bezeichnung aus dem 13. Jahrhundert, die mittelalterliche Hierarchien wiedergibt. Passender für die heutige Zeit wäre „Gemeindeverwaltungsleiter“, statt „Bürgermeister“. Von Herzen schöner fände ich „Vermittler“. Denn das soll ein Bürgermeister im besten Fall sein: ein Vermittler zwischen der Verwaltung und der Bevölkerung. Und nicht zwischen Verwaltung und Wirtschaft.

All views my own.

Montag, 14. September 2020

Eine unter vielen

In der kleinen Gemeinde Dallgow-Döberitz kämpfen sieben tapfere Politiker um das Amt des Bürgermeisters. Wer wird diesen Kampf gewinnen?

Vivien Tharun hatte lange gewartet. Jetzt würde sie nur noch anderthalb Monate warten müssen. Dann kommt der Tag der Hochrechnung. Am 1. November 2020 sollte die Bürgermeisterwahl für Dallgow-Döberitz sein. Und unter den sieben Kandidaten war sie, Vivien – eine Außenseiterin, der nicht viele Chancen eingeräumt wurden. Das war zum größten Teil ihrer Parteizugehörigkeit geschuldet. Durch diese war Vivien mit dem Stigma der Ulknudel gezeichnet. Und das obwohl sie als Mitglied des Kreistags Havelland solide Arbeit in ihrer Fraktion „DIE LINKE/Die PARTEI“ leistete.

Aber wer würde schon eine Kandidatin der Satirepartei „Die PARTEI“ zur Bürgermeisterin wählen, wenn es doch ernstzunehmende Alternativen gab? Da gab es den Konservativen, der „Zuhause wählen“ wollte – und das „mit Sicherheit“. Die ökologische Kandidatin, die „Zukunft gestalten“ wollte, oder auch den freien Mitbewerber, der an Straßenlaternen Bilder von Leuchtmitteln aufhing. „Harte Konkurrenz“, dachte Vivien Tharun sich da.

Fast verzweifelt, aber eben nur fast, dachte sie über ihre Lage nach. Womit könnte sie sich von den anderen Sechs abheben? Der erste Punkt, die Wahlwerbung, war klar. Als einzige hatte Vivien nicht nur ein Plakatmotiv, sondern sechs. So viele eben, wie es Mitbewerber gab. Und als erste im Ort stellte sie Großbanner auf. Das sicherte ihr bereits etwas Aufmerksamkeit. Andere Punkte waren da schwerer. Schließlich war ihre Zielgruppe eine andere als die der christlichen Unionierenden. Doch wie sollte sie die erreichen?

Auf einem bekannten sozialen Netzwerk hatte sie zwar eine Fanseite eingerichtet (www.facebook.com/tharunvivien), doch dort tummelten sich ihre Wähler nicht unbedingt. Da blieben ihr nur noch zwei Möglichkeiten, ihre Wähler zu erreichen. Und zwar in zwei anderen Netzwerken: www.instagram.com/vivientharun und www.reddit.com/u/rapper_toire. Auf Letzterem machte sie aber eher Privatquatsch. Für Chats mit Wählern bot sich daher die Subreddit-Seite www.reddit.com/r/dallgow an.

Das waren alles schon ganz gute Ansätze, wie Vivien fand. Ein Wahlprogramm gab es auch schon: Die Straßen Dallgows sollten so breit werden, dass die Feuerwehrwagen entspannt um die Kurve kommen. Auch rückwärts. Der Ortsteil Dallgow-Ausbau müsste dringend Straßenlaternen bekommen. Sonst findet dort niemand sein Haus in all dem Waldgrün und bei Nacht.

Und die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Grundschule und Hort war so ausbaufähig wie Dallgow-Ausbau. Damit die Grundschüler genug Kraft zum Lernen hätten, sollte beim Schulessen nachgebessert werden. Denn Pizza, die in Aluschalen gebacken wird schmeckt eben, nun ja, nach Aluminium. Nach so einem Essen kann niemand gut lernen.

All das waren erste Ansätze für den Wahlkampf, aber eben nur Ansätze. Den großen Coup, den behielt sich Vivien Tharun daher für Oktober vor…

Mittwoch, 19. August 2020

Entnazifizierung impossible

Pressemeldung unsererseits:
Der Kreistag Havelland hat ein Zeichensetzungsproblem

Die Kreistagsfraktion DIE LINKE/Die PARTEI brachte in die Kreistagssitzung am 22. Juni 2020 mehrere Anträge ein. In einem davon wünschten sie, dass die Kreistagsmitglieder eine Selbstauskunft schreiben, in der sie ihre Kontakte zu rechten Gruppierungen und Personen wie Combat 18, der AfD-Jugend, Björn Höcke und Andreas Kalbitz offenlegen.

Wir, Vivien Tharun und Lars Krause von der PARTEI, sind der Meinung, dass Bürger darüber informiert werden sollten, welche Kreistagsmitglieder antidemokratische Umtriebe pflegen.

Womit wir nicht gerechnet hatten, war die enorme Empörung, die auf den Antrag folgte. Noch weniger hatten wir erwartet, dass die CDU noch vor der AfD gegen den Antrag das Wort ergreift. Anstatt einfach mit „nein“ zu stimmen, holte der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes zu einer sehr langen Rede aus, die begründen sollten, warum niemand in seiner Fraktion für eine Offenlegung der Kontakte ins rechte Milieu stimmen wird.

Obwohl Lars Krause von der Partei „Die PARTEI“ den Antrag entworfen hatte und diesen durch einen Redebeitrag vorstellte, arbeitete sich das CDU-Mitglied an den Linken ab und machte der Fraktionsvorsitzenden Johlige Vorwürfe über das SED-Regime. Hufeisen flogen nach dem Motto „Nazis und Antifaschisten sind das Gleiche“. Der CDU-Redner begründete seine Ablehnung des Antrags damit, dass dieser aus dem falschen Lager komme. Wir, Lars Krause und Vivien Tharun, halten solche Begründungen für unbegründet. Wir sind der Ansicht, dass es sehr wohl einen Unterscheid mache, ob ein Auto oder ein Mensch brennt.

Der Redner sprach davon, dass die Vorgängerorganisation der LINKEN, die SED, nicht viel besser gewesen sei als die Nazis und daher dürfte sie, Die LINKE, solche Anträge nicht stellen. In Bezug auf Nazis war er jedoch der Ansicht, dass die Vergangenheit ruhen sollte, weil das alles schon viel zu lange her sei.

Im Anschluss an Herrn Dombrowski sprach Herr Hübner von den preussisch Blauen und bedankte sich ausdrücklich bei seinem Vorredner für dessen Worte. Dann kam viel „Unerträgliches“ wie es später eine SPD-Abgeordnete gegenüber der PARTEI formulierte.

Die Hauptbegründung gegen den Antrag war laut dem AfD-Sprecher, dass das alles mit dem Datenschutz nicht konform ginge. Dabei war im Antrag formuliert, dass jeder Schritt mit schriftlichen Zustimmungserklärungen der Abgeordneten abzusichern sei.
Darüber hinaus sei laut Hübner ja klar, dass AfD-Mitglieder, die auf Landesebene engagiert sind, auch Andreas Kalbitz persönlich kennen. Dazu gehöre Fraktionsmitglied Frau Duggen. Die AfD verlangte eine namentliche Abstimmung zum Antrag, für die jedes Kreistagsmitglied einzeln aufgerufen wurde.

Neben der Fraktion DIE LINKE/Die PARTEI stimmten einzig Bündnis90/Die Grünen zusammen mit wenigen Abgeordneten der SPD für den Antrag.

Die AfD hat mit ihrem Wunsch für eine namentliche Abstimmung und der Aussage Frau Duggen kenne Herrn Kalbitz persönlich, bereits Punkte des Antrags erfüllt. Ein Kontakt zu einer rechtsextremen Person liegt offen (ohne das eine Zustimmung unterschreiben wurde) und durch die öffentliche Abstimmung kann nun jeder Bürger beim Kreis einsehen, welche Politiker etwas für Aufarbeitung und Demokratie tun möchten und wer Nazikontakte duldet. Die, sehr knappe, Niederschrift ist einzusehen unter diesem Link: https://ratsinfo.havelland.de/bi/___tmp/tmp/45081036523312889/523312889/00044061/61.pdf (Seite 25).

Der Antrag wurde letztlich mit 14 Ja- gegen 29 Nein-Stimmen und vier Enthaltungen abgelehnt.

Der Kreistag tat sich dann auch mit weiteren sozialen Anträgen der Fraktion DIE LINKE/Die PARTEI schwer und mied es, Zeichen zu setzen: Gegen die symbolische Erklärung, fünf bis zehn minderjährige Flüchtlinge aus dem griechischen Lager Moria aufzunehmen, stimmte der Kreistag mit schwarz-gelb-brauner Mehrheit. Die Mehrheit der Sozialdemokraten schloss sich dem mit der Begründung: „Das fällt nicht in unsere Zuständigkeit“ an.

Die Gleiche Begründung nannten die Abgeordneten für den Beitritt zum Bündnis „Mayors for Peace“ (Bürgermeister (und Landräte) für den Frieden). Hierbei hätte es sich lediglich um einen symbolischen Akt für den Frieden gehandelt. In Brandenburg sind bereits drei Landkreise Mitglied. Und das für eine lächerliche Jahresgebühr von nur 20 Euro. Doch für den Frieden ist der Landkreis leider nicht zuständig.

Der letzte Antrag der Fraktion DIE LINKE/Die PARTEI wurde ebenfalls abgelehnt. Darin ging es darum, allen Pflegekräften im Havelland (inkl. ErzieherInnen) eine kostenlose Jahreskarte für den Havelbus auf Antrag zu überlassen. Als Dankbarkeit für ihre Mühen während der Corona-Krise. Aber auch das war nicht gewollt. Die Hauptgründe dagegen: „zu teuer“ und „andere Berufe müssen dann aber auch!“.
Dabei sollte das Ticket nicht automatisch an jeden aus diesem Berufsfeld gehen, sondern nur an die, die es wirklich von sich aus wünschen. Der Anmerkung der CDU, die Busfahrer müssten dann auch so ein Ticket bekommen, können wir nicht folgen. Erstens hatten die Busfahrer nicht mehr Touren als vorher zu meistern und zweitens sollten sie sowieso immer ein kostenloses Busticket von ihrem Arbeitgeber bekommen.

Den Vorschlag, im Ausschuss für Infrastruktur noch einmal über den Antrag und dessen Ausgestaltung und Umsetzung zu diskutieren, lehnten die genannten Fraktionen ab. Gegner waren die Gleichen, wie die Verhinderer einer Entnazifizierung.
Richtige Zeichensetzung sieht anders aus.

Herzlichst Ihre: Vivien Tharun und Lars Krause

Donnerstag, 9. Juli 2020

Hallo Welt!

Willkommen auf dieser brandneuen Netzwerkseite!!