Stadtbus Goslar: Gesellschafter-Check, bevor die Kasse leerfährt

Vorgang 2026/184-02 – Änderungsantrag zur Direktvergabe Stadtbus Goslar

Man stelle sich vor: Die Stadtbus Goslar GmbH bekommt einen Finanz-Check, kurz bevor die Fahrkartenautomaten Einbahnstraßen-Romantik verbreiten. Der Antrag der FDP zur Prüfung neuer Gesellschafter, zur Vorlage einer Übersicht über die finanzielle Situation der letzten fünf Jahre und zur Vorausschau der Erträge und Aufwendungen für 2027–2032 klingt fast so, als wolle man erst nach dem Regenguss den Schirm öffnen.

Spaß beiseite: Hinter der satirischen Zuspitzung steckt ein reales Problem. Der Antrag 2026/184-02 fordert, dass die Verwaltung die Vor- und Nachteile einer Aufnahme neuer Gesellschafter in die Stadtbus Goslar GmbH prüft und die Ergebnisse im Rahmen eines Workshops vorstellt. Zudem sollen Ratsmitglieder eine Übersicht über die finanzielle Situation der letzten fünf Jahre erhalten und eine Prognose der Erträge und Aufwendungen für 2027–2032 vorgelegt werden. Die Vorlage verlangt ausdrücklich eine betriebswirtschaftliche Darstellung der echten Brutto-Betriebsergebnisse ohne Zuschüsse Dritter.

Sachlich bleibt festzuhalten, dass es sich um einen Änderungsantrag handelt, der eine Ergänzung zur Vorabbekanntmachung einer neuen Direktvergabe zur Folge hat. Wesentliche offene Punkte sind die konkrete Ausgestaltung der Gesellschafterstruktur, die Annahmen für die finanzielle Vorausschau und die Wirkung auf den städtischen Haushalt. Für die Bürgerinnen und Bürger ist relevant, ob durch eine veränderte Gesellschafterstruktur die Stadtbus-Anbindung gesichert oder neue Abhängigkeiten geschaffen werden. Transparente Zahlen im Workshop und eine nachvollziehbare Darstellung der Erträge und Aufwendungen würden helfen, Vertrauen zu schaffen.

Vorgangsnummer: 2026/184-02 | Original bei ALLRIS