Fortschreibung des ISEK: Bürgerbeteiligung ohne Budget – Masterplan auf Probe

Vorgang 2026/133-02 – Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK)

Die Stadt plant Bürgerbeteiligung bei der ISEK-Fortschreibung, aber zuerst wird das Vergabeverfahren eingeleitet und die Stühle bleiben leer: Die CDU-Fraktion fordert in Vorgang 2026/133-02 die Einleitung des Vergabeverfahrens zur Fortschreibung des ISEK und die Aufnahme zentraler Inhalte aus dem „Masterplan Stadtentwicklung“. Leistungsbaustein 6 soll Analysen und Prognosen zu Demografie, Sozialstruktur und Wohnungsmarkt liefern; Leistungsbaustein 7 soll daraus eine umsetzungsorientierte Demografiestrategie ableiten. Kurz gesagt: Es werden viele Analysen bestellt, damit die Stadt später weiß, wie viele Schulen, Wohnungen und Kita-Plätze sie vielleicht braucht — sofern Geld und Verfahren stimmen.

Kurz ernsthaft: Der Änderungsantrag der CDU benennt klare fachliche Schwerpunkte (Demografie-, Schul- und Wohnungsmarktprognosen) und verlangt die Integration von Masterplan-Inhalten in die ISEK-Fortschreibung. Belegbar ist, dass das Vergabeverfahren eingeleitet werden soll und dass in der Ausschreibung Mindestanforderungen an Prognosen vorgesehen sind. Offen bleibt, welche finanziellen Mittel für die Fortschreibung nötig sind und wie die angekündigte Bürgerbeteiligung konkret ausgestaltet werden soll. Die politischen Beratungen sind laut Vorgangszusammenfassung für das 4. Quartal 2028 geplant. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: mögliche Auswirkungen auf Wohnungs- und Schulplanung bleiben aktuell schwer abschätzbar, solange Kosten und Beteiligungsformate nicht benannt sind.

Vorgangsnummer: 2026/133-02 | Original bei ALLRIS