Vorgang 2026/153 – Mitgliedschaft im vhw
Goslar möchte dem vhw beitreten und ab 2027 einen Mitgliedsbeitrag von 470 € jährlich zahlen. Offenbar hofft die Stadt, dass die seit 1998 genutzten Fortbildungen des vhw und die eingeräumten Rabatte das Geld amortisieren – oder dass ein Seminar „Wie man Haushalte sinnvoll plant“ endlich ein Wunder wirkt. Die Idee, für 470 € Mitgliedsbeitrag eine Stimme in der Mitgliederversammlung zu haben und gleichzeitig nur bedarfsweise teilzunehmen, klingt wie die Anmeldung zu einem Club, in dem man gelegentlich nur die Garderobe nutzt.
Kurz ernsthaft:
Die Vorlage ist eine Beschlussvorlage. Sie sieht vor, dass die Stadt Goslar dem vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V. beitritt, den jährlichen Mitgliedsbeitrag von 470,00 € ab dem Haushaltsjahr 2027 im Produkt 111-03 „Organisation“ veranschlagt und die Fachdienstleitung Organisation zur Mitgliederversammlung entsendet. Die Unterlagen verweisen auf eine langjährige Nutzung von Fortbildungen (seit 1998) und nennen konkrete Nutzungszahlen: 18 Fortbildungen 2024 und 14 in 2025. Für 2026 können die Einstiegskosten aus vorhandenen Haushaltsmitteln gedeckt werden. Offen bleibt, wie intensiv die Mitgliedschaft genutzt wird und ob zusätzliche Personal- oder Reisekosten für Teilnahme an Veranstaltungen oder eine aktivere Mitwirkung im Verband anfallen. Politisch relevant ist, ob der Rat mit Blick auf Haushaltsmittel und konkrete Fortbildungspläne eine Kosten-Nutzen-Kalkulation verlangt, bevor der Beitritt endgültig beschlossen wird.
Vorgangsnummer: 2026/153 | Original bei ALLRIS