Vorgang 2026/133 – Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Goslar
Die Stadt Goslar plant die Fortschreibung des ISEK – und kündigt Bürgerbeteiligung an, die offenbar vor allem dann relevant wird, wenn das Vergabeverfahren schon läuft. In der Vorlage wird die Fortschreibung als strategisches Instrument beschrieben; der Masterplan Stadtentwicklung soll dabei integriert werden, und das Vergabeverfahren beginnt im Juli 2026.
Kurz ernsthaft: Wer die Beteiligung nach hinten datiert, riskiert Akzeptanzprobleme. Die Vorlage ist eindeutig: Es handelt sich um eine Beschlussvorlage (Sitzungsvorlage Nr. 2026/133) mit einem zweistufigen Vergabeverfahren. Die Zuschlagskriterien gewichten Qualität mit 70% und Preis mit 30%, die Auftragserteilung ist für das 3./4. Quartal 2026 geplant, Öffentlichkeitsarbeit und begleitende Beteiligung sind für 2027/2028 vorgesehen. Inhaltlich sollen Demografie, Klimawandel und Digitalisierung berücksichtigt werden; wesentliche Inhalte des Antrags „Masterplan für die Stadtentwicklung“ werden integriert.
Offen bleibt, wie und wann genau Bürgerinnen und Bürger partizipieren können, welche Formate vorgesehen sind und wie transparent der nicht‑öffentliche Anhang zu den Leistungsbausteinen später kommuniziert wird. Politisch relevant ist, dass die Fortschreibung zwar als Grundlage für Förderanträge und politische Entscheidungen dienen soll, die praktische Teilhabe der Betroffenen jedoch bislang vage bleibt. DIE PARTEI Goslar empfiehlt, Beteiligung frühzeitig, konkret und nachvollziehbar zu planen, damit das ISEK nicht nur auf dem Papier, sondern in der Stadt wirkt.
Vorgangsnummer: 2026/133 | Original bei ALLRIS