Neuigkeiten

Mittwoch, 28. Juli 2021

Endlich wieder Wahlkampf!

Wie haben wir es doch alle vermisst: Hässliche Plakate mit leeren Worthülsen, die wie Gülle auf dem Stimmvieh-Feld verteilt werden. Wir versprechen euch daher, dass wir etwas dagegen tun werden. Wenn ihr uns wählt. Darauf geben wir euch unser Ehrenwort. Wir wiederholen: Unser Ehrenwort!

Bisher existiert in Wolfenbüttel ein Gebiet innerhalb der Kernstadt, in dem das Plakatieren verboten ist. Wir werden dafür eintreten, dass das plakatfreie Gebiet auf die Stadtteille Auguststadt, Heinrichstadt, Juliusstadt, Kurzes Holz, Rote Schanze, Schwedenschanze und Weiße Schanze ausgedehnt wird. Da wir aber keine halben Sachen machen, erweitern wir das Gebiet auch auf die Ortschaften Salzdahlum, Atzum, Ahlum, Wendessen, Linden, Halchter, Leinde, Adersheim, Fümmelse, Groß Stöckheim UND(!) die Gemeinden und Samtgemeinden Cremlingen, Schladen-Werla, Baddeckenstedt, Elm-Asse, Oderwald und Sickte.

Da aber niemand Verbote mag und Selbstverpflichtungen en vogue sind, werden wir uns dafür einsetzen, dass alle in Stadtrat und Kreistag vertretenen Parteien, Bündnisse etc. sich zu folgendem verpflichten:

„Die Unterzeichnenden verpflichten sich für die Zukunft dazu, die Bürgerinnen bei kommenden Wahlen nicht mehr unnötig mit Wahlwerbung zu nerven und im gesamten Landkreis auf Wahlwerbung zu verzichten. Stattdessen wird es auf den Marktplätzen je eine ausreichend große Wand für alle Politikanbieterinnen geben, auf denen sie jeweils eine Fläche im Format DIN-A2 zur Verfügung gestellt bekommen. In diesen Feldern wird es kopfgroße Öffnungen geben, durch die die jeweilige Politikgruppierung direkt zu den Bürgerinnen sprechen kann. Die Zuordnung der Flächen wird per Los oder Schlammcatchen entschieden, darüber entscheidet ein Gremium aus unabhängigen Bürgerinnen. Die Erreichbarkeit der Sprechöffnung ist barrierearm zu gewährleisten. Sofern die Öffnung nicht genutzt wird, wird das entsprechende Feld für die Dauer der Nichtnutzung verhängt und keiner anderen Politikikgruppierung oder Einzelkandidatin zur Verfügung gestellt. Eine Übertragbarkeit ist ausgeschlossen.“

Ihr findet, dass solche Ideen statt heißer Luft etwas frischen Wind in die Kommunalpolitik bringen? Dann wählt uns einfach bei der Kommunalwahl am 12.09.2021 in den Stadtrat und in den Kreistag. Und vergesst nicht, auch unsere Bürgerinnenmeisterinkandidatin zu wählen.

Wir treten an:
Stadtwahlbereich Wolfenbüttel I: Christian Heinisch
Stadtwahlbereich Wolfenbüttel II: Ulrich Grünewald
Stadtwahlbereich Wolfenbüttel III: Lutz Kiehne
Stadtwahlbereich Wolfenbüttel IV: Gesine Zeißig

Kreiswahlbereich IV (SG Elm-Asse und Oderwald): Bernd Hebel und Tim Fasula

Bürgerinnenmeisterin: Bettina Kiehne-Weinreich

Sonntag, 25. Juli 2021

Irgendwas mit Mobilität

Das Thema Mobilität ist eins der zentralen Wahlkampfthemen. Kaum ein Beitrag im Phrasenbingo 2021 kommt ohne das Thema aus. Während andere Politikanbieterinnen die Fußgängerzone für KFZ freigeben wollen, feigenblattgleiche Radweglösungen ersinnen oder die Innenstadt durch kostenlose Parkplätze dem Blechlawinentsunami überlassen wollen, haben wir zukunftsorientierte Lösungen von A bis Z.

Es ist allgemein bekannt, dass viele Bürgerinnen sich nur schwer davon verabschieden können, selbst den Weg zum Briefkasten in Blechmonstern von der Größe einer Sozialwohnung zurücklegen zu wollen. Auch bekannt ist, wohin das führt. Klimawandel, Anstieg des Meeresspiegels, Flutkatatrophen und vor allem: Auto kaputt. Schlimm. Ganz schlimm. Unsere Bürgerinnenmeisterin Tina wird daher dafür sorgen, dass in Wolfenbüttel vermehrt zukunftssichere Amphibienfahrzeuge mit Tretantrieb zugelassen werden. So bleibt Tempo 30 in der Stadt weiter ein Traum. Nur jetzt halt aus der anderen Richtung. Versuchen Sie mal mit einem Tretamphibienfahrzeug 30 km/h zu fahren…

Wir hören auch immer wieder, dass Menschen mit dem Auto in die Innenstadt und sogar die Fußgängerzone wollen. Auch für diese Menschen bieten wir wohldurchdachte Lösungen, die sogar gleichzitig das Parkplatzproblem lösen: Die gesamte Innenstadt wird künftig mit Bobbycars befahrbar sein, wodurch auf den bereits vorhandenen Parkflächen ca. die fünffache Menge an Fahrzeugen abgestellt werden kann.

Darüber hinaus muss die Bevorzugung der Radfahrerinnen endlich ein Ende haben. Es kann und darf nicht sein, dass nur Radfahrerinnen in den Genuss eines spannenden Parcours kommen. Wir werden daher mindestens 50% der auf Radwegen befindlichen Hindernisse (Laternen, Ampeln, Bäume, Mülleimer, parkende Autos etc.) auf die Fahrbahn umsiedeln, um so den benachteiligten Autofahrerinnen den gleichen Spaß zu bieten.

Die wohl zukunftssicherste Mobilitätslösung geriet in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr in Vergessenheit. So können fast 60% der Zehnjährigen heute nicht sicher schwimmen. Die Schulen sind überfordert, die Eltern sind überfordert, die Kinder sind überfordert. Unsere Bürgerinnenmeisterin Tina wird daher dafür sogen, dass die Kosten für Schwimmkurse und Schwimmwesten für jeweils eine Familie auf den Kaufpreis jedes neuen Verbrennungs-KFZ aufgeschlagen werden.

Mittwoch, 21. Juli 2021

Irgendwas mit Kultur

Kultur ist ja so wichtig. Gerade in der echt lessigen Lessingstadt Wolfenbüttel, in der Gotthold Ephraim Lessing Bibliothekar der Herzog-August-Bibliothek war, Nathan der Weise verfasste und im nach ihm benannten Lessing-Haus wohnte, ist man so stolz auf Lessing, dass nach Gotthold-Ephraim Lessing sogar ein Theater benannt wurde. Es heißt Lessing-Theater, weil es in der Lessingstadt Wolfenbüttel steht. Und diese Stadt heißt Lessingstadt, weil sie eine Lessingstadt ist, da Gotthold Ephraim Lessing dort Bibliothekar war, Nathan der Weise….

Doch damit nicht genug! Auch Giacomo Casanova und Wilhelm Busch waren hier unter anderem zu Gast. Walter Giller, Nadja Tiller, Uschi Glas und Theo Lingen ebenso, als hier 1970 die Neuverfilmung von „Die Feuerzangenbowle“ gedreht wurde. Das ehemals teuerste Buch der Welt, das Evangeliar Heinrichs des Löwen, lagert in der Bibliothek der Lessingstadt Wolfenbüttel. Kultur wohin die Blicke schweifen. Kultur, Kultur und nochmals Kultur. Verdammte Axt, darauf müssen auch wir im Wahlkampf für die Kommunalwahl 2021 in der Lessingstadt Wolfenbüttel natürlich noch mal hinweisen, damit nie in Vergessenheit gerät, wie ungeheuer wichtig diese Kultur eigntlich ist. Gerade in der Lessingstadt Wolfenbüttel!

Mittwoch, 14. Juli 2021

Irgendwas mit Umweltschutz

Alle Politikanbietenden kennen das Problem: Es wird eine Unmenge an Kohle in ebenso nervtötende wie belanglose Hohlkammerplakate, Mesh-Banner und sonstigen ökologischen Unsinn investiert… und da das Zeug bei der nächsten Wahl ohnehin nicht mehr verwendet wird, landet der Plastikschrott im Müll (was schlussendlich bedeutet: im Meer).

Dank der irrwitzigen Regeln der Parteienfinanzierung lohnt sich dieser Humbug auch noch finanziell für die Parteien, aber das ist ein Thema, das wir zu gegebener Zeit mit gewohnt sehr guten Ideen aufgreifen werden.

Für’s Erste beschränken wir uns jedoch einfach mal darauf, mit gutem Beispiel voranzugehen. Wir nutzen für uns nicht mehr verwendbare Hohlkammern als Plakatträger für neue, bessere, zeitlosere Ideen und werden so die vermutlich 10.000 nächsten Wahlkämpfe mit einem Minimalaufkommen neuer Umweltverschmutzung bestreiten können.

Dienstag, 13. Juli 2021

Irgendwas

Das Phrasenbingo im Superwahljahr 2021 ist eröffnet und überall strahlen Floskeln von Heimat, Tradition, Umweltschutz, Mobiliät, Digitalisierung, Bürgerinnenbeteiligung und so weiter von den Plakaten.

Wie immer beschränken wir uns auf das Wesentliche. Wenn schon belanglos und austauschbar, dann aber richtig.

Montag, 12. Juli 2021

Jede Stimme für uns ist eine Stimme für uns.

Dir ist bewusst, dass im September 2021 die neue Bürgerinnenmeisterin in Wolfenbüttel gewählt wird, du hast aber noch keine Ahnung, wen du wählen kannst?

Das Mobilitätsbündnis „Wolfenbüttel bewegen“ hat alle Kandidatinnen interviewt und die Veranstaltung aufgezeichnet. Fast zwei Stunden pure Unterhaltung, wenn du dabei das beliebte Politikphrasenbingo mit deinen Freunden spielst. Danach wirst du wissen, wen du zur nächsten Bürgerinnenmeisterin wählen wirst.

https://www.youtube.com/watch?v=-Knm5YIVt8k

Sonntag, 11. Juli 2021

A-aber die Wirtschaft!1!!

Während es im Wahlkampf offensichtlich eher üblich ist, Kanichen zu streicheln, Kinder zu tätscheln, Feuerwehrleuten die Hand zu schütteln (Verben austauschbar) und Menschen allgemein vorzugaukeln, dass ihre Probleme irgendwo wahrgenommen werden, haben Stadtrats-, Kreistags, Bürgerinnenmeisterin- und Landrätin-Kandidatinnen der Partei Die PARTEI dieses Wochende die Wirtschaft angekurbelt.

Phrasendrescherei überlassen wir erst mal den anderen. Am Ende des Wahlkampfes toppen wir alles in puncto Populismus und adoptieren vielleicht ein verwaistes Alpaka. Natürlich in Regenbogenfarben.

Gern geschehen, Wolfsenburgbüttel oder wie auch immer das heißt.

PS: Dieser Artikel verwendet das generische Feminum. Männer sind mitgemeint, dürfen aber natürlich gerne trotzdem weinen.

Mittwoch, 30. Dezember 2020

Goodbye (2020)…

Na, Weihnachten etwas unvorsichtig, uneinsichtig, unvernünftig, unbedacht, unsolidarisch, unbelehrbar oder einfach unglaublich dumm gewesen?

Einfach mal alles mitgenommen, was geht und jetzt stellt sich heraus, dass das Kratzen im Hals doch keine Karpfengräte war?

Wir machen keinen Unterschied und wünschen allen einen guten Rutsch und ein lebendiges 2021, auch den Schwurblern unter uns.

Donnerstag, 17. Dezember 2020

Die einzige Partei, die wirklich etwas tut.

2020.
Die Welt ist im Würgegriff einer neuartigen Virusvariante. Auch Deutschland sucht fieberhaft nach einer Lösung. Nachdem der üppige Applaus der ersten Welle aufgebraucht ist, ist die Anerkennungskasse nun leer. Alle suchen hektisch nach einer Währung noch unterhalb von Klatschen, um den Menschen, die in unserem neoliberal optimierten Gesundheitssystem und anderen systemrelevanten Bereichen arbeiten, angemessen zu danken.
Auch alle Parteien sind auf der Suche nach Lösungen, denn mehr Geld kommt natürlich nicht in Frage. Wie kann also angemessener Dank für unsere Helden aussehen? Ein anerkennendes Nicken? Ein Lächeln? Schulterklopfen unter Einhaltung der Abstandsregeln?

Wie in jeder ausweglosen Situation hat Die PARTEI auch hier die Lösung parat!
Und so wurden heute im Landkreis Wolfenbüttel etwas mehr als 50 systemrelevanten Institutionen Briefe zugestellt, die jeweils einen Danke-Schokoriegel zur gerechten Aufteilung unter der Belegschaft enthielten. Damit sorgte Die PARTEI Wolfenbüttel für die wohl süßeste Bonuszahlung überhaupt.