Es ist also wieder Wahl in Wolfendings.
Und wie immer werben alle, was das Zeug hält.
Und wie immer ist uns egal, ob ihr uns wählt.
Daher werben wir auch nicht, denn wir haben das erstens nicht nötig und zweitens gehen uns der dadurch verursachte, unnötige Müll und die Belästigung durch dämliche Plakate, die nicht mal wir für absurd genug halten würden, schlichtweg auf die Nerven. Noch mehr nerven jedoch Parteien, die ansonsten immer für mehr Law&Order bei Regelverstößen von anderen (meist sozial Benachteiligten) eintreten, die jedoch selbst einen Scheiß auf die grundlegendsten Regeln geben, was ihre Wahlplakate angeht.
Wolfenbüttels Verwaltung gibt in Bezug auf die Wahlplakatierung einige Regeln vor. Bestimmte Sperrzonen, Auflagen bezüglich der Anzahl von Plakaten in der Fußgängerzone und auch eine bestimmte Mindesthöhe, in der die Unterkante dieses Bullshits hängen darf. Das sind 2,20m. Offensichtlich werden Wahlplakate meist von Männern aufgehängt, anders ist diese eklatante Fehleinschätzung von Längenmaßen nicht zu erklären.

Seit Jahren beschweren sich Menschen in Gesprächen mit uns z.B. über zu tief hängende Plakate. Sie wissen nicht, welcher Gefahr sie sich zuerst entziehen sollen, Autofahrer:innen, die Rad- und Fußwege als optionale Zusatzspur und/oder Parkmöglichkeit ansehen… oder eben sogenannter „Politik auf Augenhöhe“. Sie beschweren sich angeblich seit Jahren unter oeffentlichesicherheit[ätt]wolfenbuettel.de, geändert hat sich nichts.
Wir haben vor geraumer Zeit im Rat der Stadt den Antrag gestellt, Wahplakatierung im öffentlichen Raum stärker zu regulieren. Nach fairen, ökologischen und sinnvollen Regeln, die selbst für die dümmsten Parteien noch verständlich wären. Der Antrag wurde im zuständigen Ausschuss bereits abgeschmettert. Das ist klar. Denn der Bullshit bringt gleich doppelt Geld: Spende ich (verkürzt gesagt) einen Euro zweckgebunden bar oder als Materialspende an eine Partei meiner Wahl, kann ich dies steuerlich absetzen. Ich profitiere. Und dank unseres bescheuerten Parteienfinanzierungssystems bekommt die Partei aus Steuergeldern noch 45 Cent auf den Euro drauf.
Hier greift keine Ironie und keine Satire mehr. Und deshalb wählt diesen ganzen Kram solange weiter, bis ihr den Bullshit nicht mehr sehen müsst/könnt, weil ihr euch an den Wahlplakaten die Augen ausgestochen habt.
Viele von euch haben es vermutlich bereits mitbekommen: Die Randalepartei FDP hat gravierende Sachbeschädigung an 1 Ampel vorgenommen, wodurch diese nun noch kaputter als vorher ist. Supi. Für euch heißt das, dass ihr in der Grabeskälte des Februar bereits in …äh… an die Urne müsst.
Am 23.02.2025 wird nun also mal wieder ein Bundestag gewählt. Und wie immer sind sich fast alle einig, dass es mal wieder eine Schicksalswahl wird. Einige Parteien versuchen wie immer, den europäischen Rechtsruck dadurch abzumildern, dass sie rechte Parolen durch noch dümmere rechte Parolen zu toppen versuchen. Das alles ist im Grunde derart grotesk, dass man einfach nur noch heulen möchte.
Seit heute ist in Niedersucksen das Stimmvieh zum Beschuss mit Wahlwerbung freigegeben. Herzlichen Glückwunsch dazu. Wer sich das antun möchte, kann dies gerne tun. Wir als Servicepartei haben uns jedoch etwas einfallen lassen und haben sämtliche Slogans, Wahlversprechen und sonstige Worthülsen ALLER(!) Parteien bereits im Vorfeld analysiert und in einem einzigen Plakat zusammengefasst. Niemand muss nun also noch Zeit damit verschwenden, alle Plakate selbst zu lesen. Ein Blick auf unseren augenfreundlichen Großaufsteller genügt, um voll im Bilde zu sein. Gern geschehen!

Wie sich vielleicht schon rumgesprochen hat, veranstalten wir auch 2024 wieder eine feine Europa-Wahl, bei der am 09.06.2024 auch in De(u)tschland die Möglichkeit besteht, Martin Sonneborn als einen unserer PARTEI-Opas weiter in Brüssel zu halten. Unsropa kann also auch Europa bleiben, quasi als Unsralleropa. Darüber hinaus habt ihr bei vernünftiger Wahlbeteiligung die Möglichkeit, auch Sibylle Berg, Katharina Kerbstadt und 208 andere nach Brüssel abzuschieben. Wenn das kein Angebot ist…
Natürlich gehört zu so einer Wahl wohl auch Werbung. Die nervt tierisch, das wissen wir. Und sie ist auch ökologisch totaler Bullshit. Vernünftige Menschen tun sowas also nicht. Da Menschen aber selten freiwillig vernünftig sind (und Parteien noch weniger), haben wir in unserem Städtchen den Antrag gestellt, irrsinnige Wahlwerbung künftig wenigstens zu regulieren und nur noch auf 4 Wahlwerbewänden im Stadtgebiet allen Parteien gegen einen Unkostenbeitrag eine Fläche von jeweils 1 Quadratmeter zur Verfügung zu stellen. Mehr als fair, wie wir finden. Naja. Ihr habt in der Stadt anhand der nach wie vor nervenden Werbung sicherlich gesehen, dass hier noch ein weiter Weg zu gehen ist.
Als offensichtlich einzige Partei der reinen Vernunft werden wir diesen Affenzirkus der üblichen Wahlwerbung jedoch auch in diesem Jahr nicht mehr mitmachen und beschränken und daher auf so halbmotivierte Internet-Posts, da wir ohnehin davon ausgehen, dass Hopfen und Malz verloren ist.
Wählt uns einfach und alles wird gut. Zumindest besser. Oder wenigstens nicht schlechter.
Nach einer grandiosen Unterstützungsaktion für unsere liebe Kiwi und ihren wundervollen ZDF-Fernsehgarten am letzten Wochenende im Mainz, geht es für uns dieses Wochenende nach Hamburg. Viele wissen ja gar nicht, dass Mainz eigentlich nur unsere Generalprobe war, damit wir abschätzen können, wie wir den im öffentlichen Bewusstsein eher stiefmütterlich behandelten „Fernsehgarten on tour“ so richtig in Schwung bringen können.
Zum Glück planen wir immer lange im Voraus, so dass wir ein ausreichendes Kartenkontingent erhalten haben (Danke an unsere Unterstützer:innen beim ZDF!) und dazu noch den Superfrühbucher-Rabatt der Deutschen Bahn kassiert haben. LUXUS PUR! Kann ein Wochenende schöner werden?
Schon länger müssen wir voller Mitleid betrachten, dass es die Ausnahmemoderatorin Andrea Kiewel (Kiwi) mit ihrer hervorragenden Show „ZDF-Fernsehgarten“ nicht über 20% Einschaltquote schafft.
Als Experten für Ergebnisse von 100%+X helfen wir hier natürlich gerne aus. Wir sehen uns in Hamburg bei Fernsehgarten on tour, liebe Kiwi!
Unser Statement dazu ist eindeutig.
Die Welt ist am Arsch, niemanden interessiert es und die gleichen Parteien, die dafür verantwortlich sind, werden immer und immer wieder gewählt, weil sie so schön von den Laternen grinsen und die immer gleichen Hohlphrasen absondern, von denen alle wissen, dass sie Bullshit sind. Nichts wird sich daran jemals ändern.
Mitmachen müssen wir diesen Kram jedoch nicht, weshalb wir uns aus der Schmierenkomödie des Wahlkampfs zur Landtagswahl am 09.10.2022 einfach mal gepflegt raushalten. Das schont die Umwelt und die Nerven der Menschen und darüber hinaus ist der Wahlkampf der anderen derart lächerlich, dass er kaum noch satirisch überzeichnet werden kann.
Waren wir alle angesichts der Fridays-For-Future-Demos anfangs noch voller Euphorie, dass es eine Jugend gibt, die die Zukunft besser gestalten möchte, kehrte nach der Bundestagswahl (wie immer) die blanke Ernüchterung ein. 22 % der Wähler:innen unter 30 Jahren ist ihre Zukunft dermaßen scheißegal, dass sie sich nicht zu schade dafür sind, die Spaßpartei FDP zu wählen. So sad.
Wir alle wissen nicht, woran es liegt, dass fast ein Viertel der jüngeren Menschen bereit ist, den Lebensabend in Hochwasser, Altersarmut, Müll, Klimakatastrophenflucht und Wirtschaftslobbyeinfluss zu verbringen. Liegt es am maroden Bildungssystem, das den armen Youngstern in der Schule immer noch eintrichtert, die Wirtschaft zähle mehr als Umwelt oder Menschenleben? Wurde das neoliberale Märchen vom Trickle-Down-Effekt von ihnen wie Mikroplastik mit der Muttermilch aufgesogen? Ist es eine völlig neue und bescheuerte Art von No-Future-Generation? Wir wissen es nicht…
Wie immer haben wir einen Tag nach der letzten Wahl 2021 alle Plakate abgenommen, die ihr euch nicht schon selbst geholt habt. Wir wollen euch ja nicht länger als nötig mit dem Blödsinn belästigen. Und da wir die nachhaltigste aller Parteien sind, recyclen wir perfekt und verschenken Motive aus den Wahlkämpfen Europawahl 2019 und Kommunal- / Bundestagswahl 2021. Ihr wollt eins haben? Kein Problem! Besucht uns an unserem sehr guten Stand und greift ab, was nicht niet- und nagelfest ist.
Plakate. Pfeffi. Bier. Einfach nur ein Dankeschön. Ihr entscheidet selbst.
Ihr findet uns am Samstag, den 02.10.2021 direkt vor Bankhaus Seeliger in der FuZo Wolfenbüttel. Oder kontaktiert uns einfach HIER!
„Auuus, auuus! Das Spiel ist auuus.“, orakelte Herbert Zimmermann bereits 1954 und wusste, dass außer der Wurst alles ein Ende hat.
Die Kommunalwahl 2021 ist auch in Wolfenbüttel zuende. Die Bürger:innen haben gewählt. Wir bedanken uns bei allen, die uns ihre schöne Stimme gegeben haben. Sie alle haben dafür gesorgt, dass Die PARTEI das beste Ergebnis einer Kommunalwahl in Wolfenbüttel seit Anbeginn der Zeit erzielt hat. Danke dafür.
Wir erhielten folgende Stimmenanzahl:
Stadtrat Wolfenbüttel
Christian Heinisch: 101 Stimmen
Ulrich Grünewald: 131 Stimmen
Lutz Kiehne: 197 Stimmen
Gesine Zeißig: 184 Stimmen
Kreistag Landkreis Wolfenbüttel
Bernd Hebel: 209 Stimmen
Tim Fasula: 125 Stimmen
Bürgerinnenmeisterin:
Bettina Kiehne-Weinreich: 500 Stimmen-
Bei der Stadtratswahl wählten uns somit 1,81 % der Menschen, was immerhin offensichtlich dafür reicht, dass unsere Gesine in den Stadtrat einziehen wird. HURRA! Das passt uns sehr gut, denn sie hat auch den kürzesten Weg zum Rathaus. Wir haben es ja gesagt: Für Wolfenbüttel reicht’s!
Wir tragen natürlich die vollen Konsequenzen dafür, dass wir nicht alle unserer Ziele erreichen konnten und treten lehnen uns geschlossen zurück.
Unser Teilerfolg zeigt, dass Wolfenbüttel einige intelligente Wähler:innen hat und zumindest im Ansatz bereit für eine PARTEIgraue Zukunft ist. Da uns leider nicht genug Menschen (100% +X) gewählt haben, ziehen nun aber auch unschöne graue Polit-Wolken am Horizont auf. Und ihr könnt euch sicher sein, dass wir auch weiterhin herzhaft darüber lachen werden, um so etwas Sonne(born) in die politische Wetterlage zu tragen.
Nun, zum Beispiel werden damit erhellende Dokus wie diese hier finanziert. Das solltet ihr euch nicht entgehen lassen, schließlich zahlt ihr dafür.