Gewerbegebiet ‚Im Rabickfelde‘ in Vienenburg: Hoffnungen mit Fragezeichen

Vorgang 2026/208 – Entwicklung eines Gewerbegebiets ‚Im Rabickfelde‘ in Vienenburg

Es soll ein Gewerbegebiet in Vienenburg entstehen, und zwar genau das, über das in Vorgang 2026/208 diskutiert wird: Flächen, Autobahnzugang und neu gewonnene Standortattraktivität. Die Stadtverwaltung möchte mit einem Grundsatzbeschluss die Planungsphase starten und parallel Grundstücksverhandlungen führen – eine Formulierung, die im Verwaltungsvokabular ungefähr so klingt wie ein Vertragsentwurf für Hoffnung.

Kurz gesagt: Die Stadt plant neue Gewerbeflächen am Standort ‚Im Rabickfelde‘, wirbt mit guter Anbindung über A36, A369 und der Verbindung über die B6 zur A7 und will Unternehmen Perspektiven bieten. Satirisch zugespitzt könnte man sagen, die Verwaltung bestellt erst den Bebauungsplan und fragt später nach dem Geld – aber Spaß beiseite:

Sachlich betrachtet ist dies eine Beschlussvorlage, mit dem Ziel, die Standortattraktivität in Vienenburg zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten. Die Verwaltung wurde beauftragt, planerische, fachliche und wirtschaftliche Grundlagen zu erarbeiten und die Gespräche mit Grundstückseigentümern fortzuführen. Wesentliche Punkte bleiben offen: In der Vorlage fehlen konkrete Kostenangaben für Erschließung und Finanzierung sowie ein verbindlicher Zeitplan. Das mögliche Risiko: Ohne klare Finanzierungsstrategie könnten Verhandlungen über Grundstückserwerb und Bebauungsplan in die Länge gezogen werden oder die Kommune später mit ungeplanten Ausgaben konfrontiert sein.

Warum relevant für Bürgerinnen und Bürger: Ein neues Gewerbegebiet kann Arbeitsplätze und Steuereinnahmen sichern, zugleich ist Transparenz über Kosten und Zeitplan notwendig, damit die öffentliche Hand keine unkalkulierbaren Risiken eingeht.

Vorgangsnummer: 2026/208 | Original bei ALLRIS