Verkehrsübungsplatz vor unsicherer Zukunft: Wer kümmert sich langfristig?
Die CDU-Ratsfraktion fragt nach der Zukunft des Verkehrsübungsplatzes an der Schillerschule. Hintergrund sind Berichte über Probleme bei der Verkehrswacht Goslar, insbesondere bei der Besetzung des Vorstands. Sollte der Verein ausfallen, steht die Frage im Raum, wie das rund 150.000 Euro teure Projekt weiter betrieben werden kann.
Der Fall betrifft nicht nur die Verkehrswacht. Er zeigt ein grundsätzliches Problem kommunaler Politik: Städte investieren öffentliche Gelder in Projekte, deren dauerhafter Betrieb stark vom Ehrenamt abhängt. Solange engagierte Menschen Verantwortung übernehmen, funktioniert das Modell. Fehlt der Nachwuchs, geraten Infrastruktur und Angebote schnell ins Wanken.
Für Kinder, Schulen und Eltern wäre ein Wegfall problematisch. Der Verkehrsübungsplatz dient der Verkehrserziehung und Präventionsarbeit. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob die Stadt ausreichend Vorsorge getroffen hat, damit die Anlage unabhängig von einzelnen Vereinsstrukturen nutzbar bleibt.
DIE PARTEI Goslar hält die Anfrage deshalb für berechtigt. Wer öffentliche Investitionen beschließt, muss auch langfristige Lösungen für Betrieb, Personal und Finanzierung vorlegen. Sonst entsteht am Ende kommunale Infrastruktur nach dem Motto: gebaut für die Ewigkeit, organisiert bis zur nächsten Vorstandswahl.
DIE PARTEI fordert deshalb ein kommunales Frühwarnsystem für Ehrenamts-Kollaps inklusive Ampelanzeige:
Grün = Vorstand vorhanden.
Gelb = Vorsitzender denkt ans Aufhören.
Rot = Der Verein wird aktuell nur noch von einem Doodle-Link zusammengehalten.