Anpassung der Kitabetreuungsangebote: 33 % Auslastung entscheidet über Zukunft

Vorgang 2026/109-01 – Anpassung der Betreuungsangebote in Kindertagesstätten

Goslar führt das neue Spiel ‚33 % oder Aus‘ ein und erklärt Betreuungsangebote nach Bedarf zur Rechenaufgabe. Ab 01.08.2026 sollen Kitas und konkrete Betreuungszeiten an die Nachfrage angepasst werden; Angebote mit geringer Auslastung landen auf dem Prüfstand, und Excel rechnet schon die Minderausgaben aus den Personalkosten aus. Die Vorlage spricht offen von Minderaufwendungen bei Personalkosten, von Finanzhilfen und der Messlatte 33 % Auslastung – alles sehr fortschrittlich, wenn man Bilanz statt Kinderbetreuung priorisieren möchte.

Kurz ernsthaft: Die Beschlussvorlage sieht vor, ab dem Kita-Jahr 2026/27 Betreuungsangebote in städtischen Kitas nach Nachfrage anzupassen. Die wichtigsten belegbaren Zahlen aus der Vorlage sind Minderaufwendungen 108.691 € bei den Personalkosten und 33.525 € bei den Finanzhilfen für 2026 (Entlastung 75.166 €), sowie eine jährliche Reduktion der Personalkosten um 260.860 € ab 2027. Angebote mit unter 33 % Auslastung sollen eingestellt werden; in der Anlage werden mehrere konkrete Rand- und Kernzeiten (z. B. Münzstraße, Vienenburg, Hahnenklee, Bäringerstraße) genannt. Offene Fragen bleiben: Wie werden einmalige Übergangskosten und mögliche geringere Einnahmen aus Betreuungskosten ausgeglichen, und welche Übergangsregelungen gelten für Eltern und das Kita-Personal? Politisch relevant ist, dass finanzielle Einsparungen gegen die Sicherung familienfreundlicher Betreuungsstrukturen abgewogen werden müssen.

Vorgangsnummer: 2026/109-01 | Original bei ALLRIS