Fortschreibung ISEK Goslar: Planung ohne echte Bürgerbeteiligung?

Vorgang 2026/133-01 – Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes

Die Stadt plant die Zukunft – nur leider ohne Platzkarten für die Gäste. Die Fortschreibung des ISEK in Goslar wird gefeiert wie ein großer Planungsball, doch die Stühle für die Bürgerschaft bleiben leer. Das Dokument vergleicht ISEK und den Antrag Masterplan (Antrag Nr. 2022/064), stellt einen groben Zeitrahmen von rund zwei Jahren in Aussicht und erklärt, dass vertiefende Fachgutachten bei Bedarf beauftragt werden müssen. Kurz: viel Bühne, wenig Publikumsbeteiligung – und die Verwaltung applaudiert dem eigenen Entwurf.

Kurz ernsthaft:

Die Vorlage ist eine Mitteilung zur Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (Vorgang 2026/133-01). Sachlich beschreibt sie, dass das ISEK als strategische Grundlage für die Stadtentwicklung dienen soll und Themen wie Wohnen, soziale Infrastruktur und Demografie integriert. Es wird explizit auf den Antrag Masterplan für die Stadtentwicklung (Antrag Nr. 2022/064) verwiesen, der 2022 politisch nicht beschlossen wurde und dessen Aspekte in die Fortschreibung einfließen sollen. Als Vorteil der ISEK-Fortschreibung nennt die Verwaltung einen geplanten Zeitrahmen von etwa zwei Jahren sowie ein Monitoring- und Verstetigungskonzept. Als offene Punkte benennt die Vorlage, dass vertiefende Detailfragen separate Fachgutachten erfordern und dass die konkrete Ausgestaltung der Bürgerbeteiligung noch zu klären ist. Für die Goslarer Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: Strategische Klarheit kann entstehen, praktisches Mitreden und finanzielle Folgen bleiben aber aktuell unkonkret.

Vorgangsnummer: 2026/133-01 | Original bei ALLRIS