Vollsperrung der B241: Stau-Experiment statt schriftlicher Plan?

Vorgang 2026/190-01 – Vollsperrung der B241 und Sanierung der L515

Die Stadtverwaltung kündigt an, die B241 sanieren zu wollen, die L515 soll zeitgleich bearbeitet werden – Hahnenklee-Bockswiese freut sich auf ungeplante Straßentherapie. Die Akteure (NLStBV, Landkreis, Stadt Goslar) trafen sich am 26.05.2026; ein formeller Antrag zur Vollsperrung liegt laut Mitteilung 2026/190-01 allerdings noch nicht vor. Wer braucht schon schriftliche Zusagen, wenn man auch einfach vorab informieren kann? Rettungsdienste werden „angehört“, Entlastungszahlungen für Betriebe sind offenbar nicht vorgesehen, und die Umleitung über Wolfshagen wurde nach Aussage der Verwaltung nie in Erwägung gezogen. Willkommen im bunten Verkehrstheater der Sommerferien: B241, L515, Hahnenklee-Bockswiese und NLStBV treten gemeinsam auf der Bühne auf, das Publikum wartet auf klare Ansagen.

Kurz ernsthaft: Die Vorlage ist eine Mitteilung, die auf eine Anfrage der Ortsratsfraktion SPD und des Ortsratsmitglieds Hans-Heinrich Wiebe vom 04.06.2026 antwortet. Nach den vorliegenden Unterlagen liegt kein Antrag zur Vollsperrung der B241 vor, weil die Auftragsvergabe durch die NLStBV noch nicht abgeschlossen ist. In einer Besprechung am 26.05.2026 wurde die Maßnahme thematisiert und eine Vorabinformation angekündigt; eine schriftliche Zusicherung zur Einhaltung der Hilfsfristen für Hahnenklee-Bockswiese wurde nicht vorgelegt. Offen bleibt, welche konkreten organisatorischen oder finanziellen Maßnahmen zur Entlastung der lokalen Betriebe und zur Sicherstellung der Einsatzzeiten bei Vollsperrungen geplant sind. Politisch relevant ist vor allem die Frage der Verlässlichkeit: Ohne klare, schriftliche Regelungen drohen verlängerte Fahrtzeiten und Unsicherheit bei Rettungsdiensten und Betrieben in Hahnenklee-Bockswiese.

Vorgangsnummer: 2026/190-01 | Original bei ALLRIS