Vorgang 2026/181 – Liniennetzanpassung zum Schuljahresbeginn 2026/2027
Die Stadt plant, zum Fahrplanwechsel am 13.08.2026 das Stadtbusliniennetz anzupassen. Während die Reform konkret Linien 801, 802, 806 und die neue Linie 811 betrifft, steht die Umsetzung unter dem Vorbehalt einer Genehmigung durch die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG).
Kurz satirisch zugespitzt: Die Busse von Goslar bereiten sich offenbar auf einen behördlichen Aufnahmeprozess vor. Linie 801, die einst im 15‑Minuten-Takt fuhr, soll nun gegen den Uhrzeigersinn im 30‑Minuten‑Rhythmus unterwegs sein, während die neue Linie 811 im Uhrzeigersinn pendelt — beide aber erst, wenn die LNVG den Stempel gibt. Die Haltestelle Brusttuch wird in Marktkirche umgetauft, weil Namensgebung offenbar das Geheimrezept für bessere Wahrnehmung ist. Und die Linie 802 verliert mehrere Haltestellen, weil ein verrohrter Bachlauf und pragmatische Fahrgastzahlen offenbar interessantere Seiten der Mobilitätsplanung sind.
Und jetzt der sachliche Teil: Bei der vorgelegten Beschlussvorlage handelt es sich um eine Vorschlagsvorlage an den Rat (Sitzungstermine im Juni angegeben). Wesentliche Fakten: Änderungen an Linienführungen, Taktzeiten und Haltestellen mit Wirksamkeit ab 13.08.2026, abhängig von einer LNVG‑Genehmigung; die Stadtbus Goslar GmbH soll die Genehmigungen beantragen. Offen bleiben die genauen Kosten, der Zeitplan für die Genehmigung und detaillierte Auswirkungen des Wegfalls einzelner Haltestellen (insbesondere in Oker). Bürgerinnen und Bürger könnten von besseren Taktungen und neuen Direktverbindungen (z.B. zur Carl‑Zeiss‑Straße) profitieren, zugleich sind konkrete Informationen zur Kostenverteilung und zu Übergangsregelungen wünschenswert.
Vorgangsnummer: 2026/181 | Original bei ALLRIS