Vorgang 2026/175-01 – Mietwohnungen im Großen Heiligen Kreuz
Die leerstehenden Mietwohnungen im Großen Heiligen Kreuz sind offenbar ein Schatz, den niemand mieten darf: fünf Wohnungen stehen leer, zwei davon im Mittelhaus, und die Verwaltung erklärt, die Lösung heiße vorerst Sanierung. Man könnte meinen, Leerstand sei ein neues kulturelles Angebot von Goslar – Eintritt frei, Miete nicht möglich.
Kurz ernsthaft: Die Mitteilung beantwortet die Anfrage von Ratsherrn Henning Wehrmann und dokumentiert, dass fünf Mietwohnungen seit mehr als drei Monaten unvermietet sind. Die zuletzt erzielten Nettokaltmieten für diese fünf Wohnungen betragen zusammen rund 1.648 Euro pro Monat. Als Begründung nennt die Verwaltung die bevorstehende umfassende Sanierung; eine Zwischenvermietung werde als organisatorisch und wirtschaftlich nicht vertretbar eingeschätzt. Zudem wird darauf verwiesen, dass für während der Sanierung verbleibende Mieterinnen und Mieter Ersatzwohnraum bereitzustellen wäre, was zusätzlichen personellen Aufwand und mögliche Ausgleichszahlungen nach sich ziehen könnte. Aus diesen Gründen werden die leerstehenden Wohnungen derzeit nicht auf der städtischen Homepage angeboten.
Politisch relevant ist, dass trotz belegtem Leerstand und monatlichen Einnahmeausfällen keine kurzfristige Zwischenlösung angestrebt wird. Offen bleiben Angaben zu Umfang, Zeitplan und Kosten der Sanierungsmaßnahme sowie konkrete Regelungen zur Bereitstellung von Ersatzwohnraum. Diese Informationen sollen dem Betriebsausschuss des Goslarer Gebäude Managements zeitnah vorgelegt werden. Für Bürgerinnen und Bürger ist die Frage relevant, wie schnell dringend benötigter Wohnraum wieder nutzbar gemacht werden kann und wie die Einnahmeausfälle finanziell eingeordnet werden sollten.
Vorgangsnummer: 2026/175-01 | Original bei ALLRIS