Barrierefreier Ausbau von Bushaltestellen: Goslar plant acht Haltestellen 2027

Vorgang 2026/136 – Barrierefreier Ausbau von Bushaltestellen

Endlich: Acht Bushaltestellen, 447.407 Euro und ein deutliches Datum namens „Haushaltsjahr 2027“. Die Stadt Goslar hat beschlossen, dass Hochborde, taktile Leitstreifen und der gute Wille jetzt in einem Sammelantrag bei der LNVG zusammenkommen dürfen. Acht Haltestellen – darunter Sudmerbergschule, Claustorwall und die beiden Haltestellen an der Galgheitstraße – sollen 2027 barrierefrei umgebaut werden. Wenn Planung ein Rennen ist, hat Goslar den gemütlichen Spaziergang gewählt.

Zur Aktenlage, bevor die Bürokratie noch applaudiert:
Die Vorlage ist eine Mitteilung (Vorgang 2026/136). Für das Haushaltsjahr 2027 wurden Förderanträge für acht Haltestellen gestellt; die voraussichtlichen Kosten belaufen sich auf 447.407 Euro. Geplant sind Hochborde mit 18 cm Bordansicht und taktile Leitstreifen. Die Landesnahverkehrsgesellschaft fördert bis zu 75% der förderfähigen Kosten; zusätzlich kann der Regionalverband Großraum Braunschweig bis zu 50% des städtischen Eigenanteils bezuschussen. Die Förderanträge wurden fristgerecht eingereicht, und die Kosten sind im Haushaltsplanentwurf 2027 berücksichtigt. Die Behindertenbeauftragte und die Gleichstellungsbeauftragte haben die Maßnahmen befürwortet.

Offen bleibt aus den Unterlagen, wann die Förderbescheide vorliegen und wie der konkrete Bauzeitplan 2027 aussieht. Politisch relevant ist, dass die Maßnahme die Mobilität von Menschen mit Behinderungen direkt verbessert, zugleich aber die späte Priorisierung der Maßnahmen kritische Nachfragen zur Planung und Umsetzung hervorruft.

Vorgangsnummer: 2026/136 | Original bei ALLRIS