Haushaltsreste 2025: Goslar verschiebt 35,36 Mio. Euro ins Jahr 2026

Vorgang 2026/121 – Übertragung investiver Haushaltsreste für das Haushaltsjahr 2025

Goslar packt 35,36 Millionen Euro in eine bürokratische Reisetasche und schickt sie einfach ins nächste Jahr. Die Kaiserpfalz-Freiflächen, der Neubau der Kita Hahndorf, Gewässerschutz und die Umgestaltung von Gemeindestraßen stehen auf dieser merkwürdigen Packliste; Zeitpläne und Notwendigkeitsprüfungen scheinen dagegen in der Handgepäck-Kontrolle hängen geblieben zu sein. §20 der KomHKVO macht’s möglich: Was 2025 nicht ausgegeben wurde, darf 2026 weiterversorgt werden — und damit wird die Stadtplanung zur Geduldsprobe mit finanzieller Absicherung.

Kurz ernsthaft: Diese Mitteilung (Vorgang 2026/121) informiert darüber, dass investive Haushaltsreste in Höhe von rund 35,36 Mio. Euro in das Haushaltsjahr 2026 übertragen werden sollen. Für das Jahr 2025 waren Investitionen von etwa 19,4 Mio. Euro vorgesehen; die Unterlagen weisen rund 8,2 Mio. Euro bereits in Aufträgen gebunden aus. Ein großer Anteil der Reste ist projektspezifisch (u.a. Sanierung Freiflächen Kaiserpfalz, Neubau Kita Hahndorf, Maßnahmen zum Gewässerschutz, Arbeiten an Gemeindestraßen). Die Übertragung ermöglicht, dass Mittel zu Beginn des Jahres 2026 nutzbar sind; offen bleiben jedoch konkrete Auszahlungszeiträume und die Kriterien zur Prüfung der weiteren Mittelbedarfe. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: Projekte werden fortgeführt, aber Starttermine und Priorisierungen sind nicht überall transparent. Eine verständliche Aufschlüsselung der Verwendung wäre hilfreich, damit 35,36 Mio. Euro nicht nur verschoben, sondern zielgerichtet eingesetzt werden.

Vorgangsnummer: 2026/121 | Original bei ALLRIS