Vorgang 2026/076-01 – Mitteilung zu Streukästen und Streusalz
Die Stadt hat offenbar entschieden: Wer Streusalz will, muss suchen. Die Mitteilung zu Vorgang 2026/076-01 nennt 65 aktuell befüllte Streukästen, erinnert an den Abbau abgängiger Kästen seit 2013 und erklärt, dass ein flächendeckender Ersatz nicht geplant ist. Streusalz auf Gehwegen bleibt die Ausnahme — und im Weltkulturerbe gilt ein grundsätzliches Verzichten mit Ausnahmen bei Blitz- oder Gefrierregen.
Kurz ernsthaft:
Die Mitteilung beantwortet eine Anfrage der SPD-Ratsfraktion und liefert konkrete Zahlen: Im Inventarverzeichnis bei Vialytics sind 65 Streukästen gelistet, verteilt auf Ortsteile wie Jerstedt (4), Jürgenohl (10), Altstadt (2) oder Oker (7). Die Verwaltung erklärt, abgängige Kästen aus dem Vorfeld des Zukunftsvertrages 2013 nicht mehr zu ersetzen. Ersatzkästen sollen nur an sicherheitsrelevanten Stellen eingeplant werden. Für einen neuen Streukasten werden Anschaffungskosten von etwa 2.000 Euro sowie eine Erstbefüllung von ca. 100 Euro genannt; Kontrolle und kleines Instandhalten sollen ebenfalls mit rund 100 Euro pro Jahr veranschlagt werden.
Warum das politisch relevant ist: Die Entscheidung wirkt auf die direkte Sicherheit von Fußverkehr in den Wintermonaten. Die Vorlage beschreibt die geltende Praxis und ordnet die Regelungen zum Einsatz von Streusalz (Untersagung auf Gehwegen, Ausnahmen bei besonderen Gefahren, strenger Verzicht im Weltkulturerbe) ein. Offen bleibt, wie die Stadt die Bevölkerung konkret über Standorte und Zugangsregeln informiert und ob zusätzliche Maßnahmen an neuralgischen Steigungen geplant sind. Bürgerinnen und Bürger betrifft das Thema unmittelbar, weil es die praktische Sicherheit auf Gehwegen im Winter berührt.
Vorgangsnummer: 2026/076-01 | Original bei ALLRIS