Prüfauftrag für Immobilie in Oker: Ruine oder neuer Betriebshof?

Vorgang 2026/012 – Prüfauftrag zum Erwerb der Immobilie „ehemals Firma Fest“ in Oker

Satireblock: Die Stadt soll also prüfen, ob die Immobilie der ehemaligen Firma Fest in Oker als Alternative zur Sitzungsvorlage 2025/455 taugt. Wunderbar: erst wird der Staub der Vergangenheit ermittelt, dann die glorreiche Rückkehr des Betriebshofs gefeiert — natürlich nach der obligatorischen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Kaufpreis, Nebenkosten, Nutzbarkeit für einen möglichen Betriebshof und das bauliche Mauerwerk werden genüsslich auf ihre Tauglichkeit durchsiebt, als handle es sich um ein antikes Instrument zur Haushaltsreform. Förderprogramme vom Land, Bund oder der EU werden eingeladen, damit die Ruine künftig in vorbildlicher Bürokratie erstrahlt. Man fühlt sich fast wie bei einer Denkmalsanierung, nur ohne den Denkmalschutz.

Kurz ernsthaft: Die Vorlage ist ein Antrag der AfD-Ratsfraktion vom 05.01.2026, der die Verwaltung beauftragt, die Erwerbsoption der Immobilie „ehemals Firma Fest“ in Oker zu prüfen. Gefordert sind unter anderem Prüfung des voraussichtlichen Kaufpreises und der Nebenkosten, Bewertung der Nutzbarkeit als Betriebshof, Einschätzung des baulichen Zustands sowie die Einbeziehung möglicher Förderprogramme. Offen bleiben derzeit konkrete Zahlen, Finanzierungswege und ein detaillierter Vergleich zur Sitzungsvorlage 2025/455. Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil Oker könnten von einer klaren Kosten-Nutzen-Analyse profitieren, bevor über einen Kauf entschieden wird.

Vorgangsnummer: 2026/012 | Original bei ALLRIS