Vorgang 2026/057-01 – Vergleichsberechnung kommunaler Bauprojekte
Die Stadtverwaltung erklärt, dass Baukosten nicht isoliert zu sehen sind, sondern in Lebenszykluskosten einzuordnen seien. Trotzdem wirkt die Vorlage wie ein Nebelvorhang über konkreten Zahlen: die Toilettenanlage in Hahnenklee wird mit 224.620 Euro genannt, andere Projektvergleiche bleiben jedoch lückenhaft.
Mild ironisch gesagt: Wenn die Verwaltung Lebenszykluskosten fordert, darf sie nicht zugleich die Vergleichsdaten im Keller einsperren. Die Erwähnung der Toilettenanlage in Hahnenklee, des fehlenden Vergleichs für das Feuerwehrhaus in Gielde und der Kindertagesstätten genügt als dramaturgische Aufzählung — nur fehlen oft die technischen Details, die einen fairen Vergleich ermöglichen.
Kurz ernsthaft: Die Vorlage ist eine Mitteilung (Vorgang 2026/057-01) und gibt Auskunft zur Anfrage der CDU-Ratsfraktion zur Vergleichsberechnung kommunaler Bauprojekte. Belegbar ist, dass die Verwaltung auf Lebenszykluskosten verweist und die Toilettenanlage in Hahnenklee beziffert wurde (224.620 €). Offen bleibt jedoch, welche Planungsannahmen, welche Standortfaktoren und welche Kostenelemente (z. B. Grunderwerb, Erschließung, Ausstattung) in den Vergleichen berücksichtigt wurden. Für den Neubau des Feuerwehrhauses in Gielde liegen keine klaren Vergleichsdaten vor. Das Thema ist relevant, weil fehlende Vergleichbarkeit Transparenz und Kontrolle öffentlicher Ausgaben beeinträchtigt. Einwohnerinnen und Einwohner sollten deshalb eine einheitlich dokumentierte Kostenaufstellung und nachvollziehbare Lebenszykluskostenrechnung fordern.
Vorgangsnummer: 2026/057-01 | Original bei ALLRIS