Stolpersteinverlegung für Johanna Schaefer: Erinnerung per Spende und Geduld

Vorgang 2026/107 – Stolpersteinverlegung für Johanna Schaefer

Die Stadt Goslar informiert in der Mitteilung 2026/107 über die geplante Stolpersteinverlegung für Johanna Schaefer am 22. Juli 2026. Wer hätte gedacht, dass Erinnerung so viel Gelassenheit verlangt: 84 Jahre nach ihrem Tod wird der Stolperstein nun verlegt — ein echtes Beispiel dafür, dass historische Gerechtigkeit manchmal auf Sparflamme funktioniert. Die Initiative Stolpersteine bezahlt Stein und Verlegung, die Stadt liefert den Betriebshof für die Vorbereitung; Erinnerung, bitte an der Kasse abholen.

Spaß beiseite: Die Verlegung ist ein ernsthafter Akt des Erinnerns an das Schicksal von Johanna Schaefer (1936–1942). Nach Angaben der Vorlage entdeckte die Initiative Stolpersteine die betroffene Person in einer neu online gestellten Datenbank zu Opfern der Zwangsforschung. Nachforschungen des Stadtarchivs führten zur Kontaktaufnahme mit Nachfahren; aus Rücksicht auf einen schwer kranken Nachfahren wurde die Verlegung in diesem Jahr durchgeführt, abweichend vom verabredeten zweijährigen Turnus.

Konkret: Die Mitteilung benennt den Termin 22. Juli 2026 als Verlegungstag. Die Herstellung und Verlegung des Stolpersteins werden vollständig durch Spenden der Initiative Stolpersteine getragen; die Stadt nennt keine Haushaltsmittel. Der städtische Eigenbetrieb Betriebshof Goslar ist für die Vorbereitung der Verlegestellen zuständig. Die Stiftung Gunter Demnig hat die fristgerechte Herstellung zugesagt. Familie und eine Schülergruppe der Adolf-Grimme-Gesamtschule werden Redebeiträge leisten; Mitglieder des Rates und die Oberbürgermeisterin sind eingeladen.

Warum das relevant ist: Die Verlegung stärkt lokale Erinnerungskultur und bietet Anlass für schulische Vermittlung. Offene Punkte sind Öffentlichkeitsplanung, Integration in Bildungsangebote und dauerhafte Pflege des Erinnerungsortes.

Vorgangsnummer: 2026/107 | Original bei ALLRIS