
Vorgang 2026/033-02 – Jahresrückblick 2025 der Stadtforst Goslar
Goslar pflanzt einen Wald und vergisst offenbar das Preisschild: 119.595 Setzlinge, VIP-Behandlung für die Rotbuche und ein Sonderflakon Hainbuche für Bettingerode und Grauhof – aber die Quittung bleibt unbequem unter den Wurzeln liegen. Wer hätte gedacht, dass Forstwege wie ‚Alte Harzstraße‘ und ‚Windeweg‘ bald eher wie Baumkataloge klingen, wenn man die Listen durchblättert, statt die Rechnungen?
Spaß beiseite: Die Mitteilung 2026/033-02 dokumentiert die Aufforstungsaktivitäten der Stadtforst Goslar im Jahr 2025. Demnach wurden insgesamt 119.595 Bäume gepflanzt; darunter 60.675 Rotbuchen und 7.875 Küstentannen. Als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wurden 51.300 Bäume in Bettingerode (31.600 Traubeneichen, 6.200 Hainbuchen) und Grauhof (11.900 Traubeneichen, 1.600 Hainbuchen) gesetzt. Zudem wurden 12 Mulden am Forstweg „Alte Harzstraße“ und 27 Mulden am Forstweg „Windeweg“ zur Wasserrückhaltung angelegt.
Zur Sache: Die Maßnahmen sind ökologisch positiv zu bewerten und zeigen aktives Handeln der Stadtforst. Allerdings fehlen in der Mitteilung konkrete Angaben zu Kosten und finanziellen Auswirkungen der Pflanzungen. Ebenso unklar bleibt, welche langfristigen Bewertungszeiträume und Monitoringmaßnahmen für die 39 Mulden geplant sind. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: Viel Grün, aber keine transparente Einsicht in die Mittelverwendung. Politisch relevant ist vor allem die nachzubessernde Transparenz zu Kosten und die verbindliche Langzeitbeobachtung der Wasserrückhaltemaßnahmen.
Vorgangsnummer: 2026/033-02 | Original bei ALLRIS