Fällungen für Kita-Zufahrt: Wenn Bäume der Bauplanung weichen

Vorgang 2026/061 – Maßnahmen an städtischen Bäumen

Die Stadt plant eine geordnete Abkehr vom Baumzeitalter: Ein Bergahorn in Vienenburg, zwei Robinien in Jerstedt und neun Bäume in Hahndorf sollen gefällt werden, damit eine Kita-Zufahrt gebaut werden kann und die Verwaltung fröhlich Ersatzpflanzungen vermerkt. Fällung, Ersatzpflanzung und geschätzte Kosten werden dabei so routiniert aufgelistet, als handele es sich um eine neue Serie kommunaler Pflanzbedingungen.

Kurz ernsthaft: Die Mitteilung 2026/061 ist eine sachliche Vorlage, die Fällungen aus Gründen der Standsicherheit (Bergahorn: Faulstellen; Robinien: Fäulnis bis ins Kernholz) und für die Herstellung einer Zufahrt zum künftigen Kitagebäude benennt. Die vorgeschlagenen Ersatzpflanzungen sind Mehlbeere (Vienenburg), zwei Birnen (Jerstedt) sowie sieben Hochstamm-Obstbäume und zwei Feldahorne (Hahndorf). Die geschätzten Kosten für Ersatzpflanzungen betragen einzeln 1.700 €, 4.200 € und 15.600 €, zusammen 21.500 €.

Offen bleibt, ob und wann die Untere Naturschutzbehörde formal zustimmt und welche konkreten Termine für die Fällungen vorgesehen sind. Die Mitteilung verweist auf die Ausschusssitzung am 12. Februar 2026 und auf eine Rückmeldefrist bis zum 19. Februar 2026. Bürger:innen können bis drei Tage vor der Sitzung Fragen stellen oder sich vor Ort informieren. Politisch relevant ist die Abwägung zwischen akuter Standsicherheit, Bauinteressen (Zufahrt Kita) und langfristiger Grünraumpflege in den betroffenen Ortsteilen.

Vorgangsnummer: 2026/061 | Original bei ALLRIS