Vorgang 2026/110 – Pilotprojekt zur integrierten Ortsteil-Entwicklung
Die CDU beantragt ein Pilotprojekt zur integrierten Ortsteil-Entwicklung, und natürlich ist Jerstedt als Modellraum im Gespräch. Offenbar ist die neue städtische Antwort auf lange Bearbeitungszeiten: noch ein Pilotprojekt, das ISEK 2025 und den Masterplan 2040 endlich aus den Akten tanzen soll. Wenn Planung Sammelobjekt wird, fehlen nur noch Sammelalben für Projektideen.
Kurz ernsthaft: Der Antrag der CDU-Ratsfraktion (eingereicht am 24.03.2026) fordert, ein überschaubares, aber repräsentatives Pilotgebiet zu definieren, um die komplexe Fortschreibung des ISEK 2025 und die Erarbeitung des Masterplans 2040 zu beschleunigen. Vorgeschlagen wird Jerstedt als Beispiel, alternativ sollen Verwaltungsvorschläge zugelassen werden. Ziel ist es, bestehende Probleme zu erfassen, notwendige Maßnahmen an öffentlichen Gebäuden und Infrastruktur zu analysieren sowie Verkehr, Sicherheit, Wohnen, Vereine und soziale Infrastruktur integriert zu betrachten.
Aus dem Antrag geht hervor, dass eine Zielmarke bis 2040 formuliert werden soll und die finanzielle Bewertung einzelner Maßnahmen vorerst außen vor bleibt. Offen bleibt jedoch, welche Haushaltsmittel oder personellen Ressourcen die Verwaltung für das Pilotprojekt erhält, wie die Auswahl des Ortsteils formal getroffen wird und wie Bürgerbeteiligung konkret aussehen soll. Die Ergebnisse sollen in die gesamtstädtische Fortschreibung von ISEK und/oder Masterplan einfließen; wie praktikabel und übertragbar dieses Verfahren für weitere Ortsteile ist, ist unklar.
Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet der Antrag: Potenzial für konkretere Planungen, aber auch das Risiko weiterer langwieriger Prüfverfahren, wenn Finanzierung und Umsetzung nicht frühzeitig geklärt werden.
Vorgangsnummer: 2026/110 | Original bei ALLRIS