Inneneinrichtung Grundschule Oker: 130.000 € Nachschlag für die Ausstattung

Vorgang 2026/139 – Inneneinrichtung Grundschule Oker

Die Stadt braucht 130.000 € Extra‑Budget für die Inneneinrichtung des Ergänzungsneubaus der Grund- und Förderschule Oker. Offenbar hat sich die Realität an Katalogpreisen vergangener Recherchen vorbeigeschlichen und verlangt jetzt Eintritt in bar, aus dem Haushaltsjahr 2025.

Kurz gesagt: Die Stadt hat Möbel und IT für Klassenräume, Differenzierungsräume, Mensa und Küche ausgeschrieben, das Angebot liegt aber rund 130.000 € über der ursprünglichen Kalkulation. Die satirische Pointe darf bleiben: Planung trifft Markt — und der Markt gewinnt. Die Sache ist allerdings kein Witz für die Kinder, die im Schuljahr 2026/27 Ganztagsbetreuung erhalten sollen.

Zur Aktenlage, bevor die Pointe allein tanzt: Es handelt sich um eine Beschlussvorlage zur überplanmäßigen Mittelbereitstellung in Höhe von 130.000,00 €, die Deckung ist in den nicht verwendeten Mitteln des Haushalts 2025 vorgesehen. Die Fertigstellung des Ergänzungsneubaus ist für August 2026 geplant. Ursache der Mehrkosten sind laut Vorlage gestiegene Marktpreise und die nicht eingegrenzte Vergabe, die Preisdynamiken zuließ. Der Rat entscheidet über Ausgaben ab 25.000 €; die Verwaltung empfiehlt, die Maßnahme trotz Mehrkosten umzusetzen, damit der Schulbetrieb planmäßig aufgenommen werden kann.

Offen bleibt, wie Preissteigerungen künftig besser vorhergesehen oder abgefangen werden sollen und welchen Einfluss die Nachfinanzierung auf übrige Investitionen hat. Haltung: Gute Ausstattung ist wichtig — aber Nachfinanzierungen sollten erklärbar und planbar bleiben.

Vorgangsnummer: 2026/139 | Original bei ALLRIS