Die Stadt Goslar hat endlich die ultimative Lösung für jahrelangen Leerstand gefunden: mehr Konzepte. Diesmal allerdings mit Lasertag und Ninja-Warrior-Parcours. Nach mehreren gescheiterten Projekten wird nun erneut eine große Freizeitvision präsentiert – allerdings ohne belastbare öffentliche Zahlen zu Kosten und Risiken. Dafür gibt es Höhlenoptik, Walpurgis-Deko und Verwaltungsbegriffe wie „nachhaltige Gesamtlösung“.
Wir finden: Wer fast zwei Jahrzehnte plant, sollte irgendwann auch mal eine Rechnung vorlegen.
Natürlich braucht Hahnenklee attraktive Angebote. Aber wenn Millioneninvestitionen vorbereitet werden, darf die wichtigste Attraktion nicht das verschwundene Zahlenmaterial sein.
Besonders spannend wird die Frage, ob am Ende wieder die Bürger das Risiko tragen dürfen, falls die „Indoor-Welt“ wirtschaftlich nicht funktioniert. Vielleicht gehört das inzwischen einfach zum Harzer Abenteuerprogramm.
[] Freizeitpark im alten Kurhaus: Große Vision, offene Rechnung
Die Stadt Goslar plant eine umfassende Umnutzung der ehemaligen Kureinrichtungen in Hahnenklee. Vorgesehen ist eine große „Indoor-Welt“ mit Spielebereichen, Lasertag, Kletterangeboten, Virtual-Reality-Spielen und Gastronomie. Auch das Kurhaus soll modernisiert werden – inklusive Veranstaltungsräumen, Co-Working-Bereichen und neuen touristischen Angeboten.
Grundsätzlich ist klar: Seit der Schließung der Einrichtungen im Jahr 2008 braucht Hahnenklee eine sinnvolle Nachnutzung. Gerade ein wetterunabhängiges Freizeitangebot könnte den Tourismus stärken. Problematisch ist allerdings, dass die Vorlage zwar große Visionen beschreibt, aber praktisch keine Zahlen nennt.
Wie teuer wird die Sanierung? Welche laufenden Kosten entstehen? Welche Zuschüsse müsste die Stadt langfristig tragen, wenn das Konzept wirtschaftlich nicht aufgeht? Dazu bleibt die Verwaltung bisher auffällig still.
Besonders bemerkenswert: Die Stadt verweist selbst auf zahlreiche frühere Konzepte, Machbarkeitsstudien und gescheiterte Projekte. Trotzdem soll nun erneut ein großes Freizeitprojekt entstehen – wieder ohne öffentlich nachvollziehbare Kostenaufstellung.
DIE PARTEI Goslar fordert deshalb vollständige Transparenz, bevor weitere Beschlüsse gefasst werden. Bürger haben ein Recht zu erfahren, ob hier ein tragfähiges Zukunftsprojekt entsteht oder nur die nächste teure Tourismus-Wundertüte. Außerdem fordert Die PARTEI Goslar vorsorglich die Einrichtung eines kommunalen Erlebnisbereichs „Escape Room Haushalt 2027“: Bürger müssen dort innerhalb von 60 Minuten herausfinden, wo die tatsächlichen Projektkosten versteckt wurden.
WIR BENÖTIGEN NOCH UNTERSCHRIFTEN FÜR DIE KOMMUNALWAHL WENN EUCH DER KONTENT GEFÄLLT KOMMT SAMSTAG ZUM STAND ODER MONTAG BIS FREITAG 12:30-16:30 UHR ZU FLORIAN DER IST VERMUTLICH AM JAKOBIKIRCHHOF ODER AM BAHNHOF JE NACH WETTER.