Einführung der Goslarer Bürgerkarte: 7,90 € für Abgabengerechtigkeit?

Vorgang 2026/251 – Einführung einer Goslarer Bürgerkarte

Die Stadt plant eine Goslarer Bürgerkarte, vorgeschlagen vom Ortsrat Hahnenklee-Bockswiese, mit einem symbolischen Jahresentgelt von etwa 7,90 €. Die Idee klingt wie eine Verwaltungsvariante von ‚Danke, dass Sie hier wohnen‘: Einwohnerinnen zahlen 7,90 € und sollen fortan Eintrittspreise in städtischen Einrichtungen wie bei Gästen erhalten. Wer jetzt denkt, das sei ein Solidaritätsabzeichen, liegt richtig – und befindet sich gleichzeitig im Reich der unbeantworteten Fragen.

Kurz ernsthaft: Der Antrag fordert die Verwaltung auf, bis zur Haushaltsberatung 2027 ein Durchführungskonzept vorzulegen. Sachlich sieht die Vorlage vor, die Bürgerkarte gegen ein jährliches Entgelt (Orientierungsgröße 7,90 €) auszugeben, die Eintrittspreise in Regie- und Eigenbetrieben mindestens an das Vorteilsniveau der Gästekarte bzw. Kurkarte anzupassen und eine dezentrale Ausgabe (u. a. MachMit! Haus) sowie eine digitale Lösung zu prüfen. Beteiligung der GOSLAR Marketing GmbH (GMG) und der Goslarer Kaufmannsgilde e.V. soll ein Partnernetzwerk für Sonderkonditionen schaffen. Offene Punkte bleiben: Finanzierung, konkrete Rabatthöhe, Akzeptanz durch lokale Unternehmen und mögliche Auswirkungen auf den städtischen Haushalt.

Vorgangsnummer: 2026/251 | Original bei ALLRIS