Acryl-Erläuterungstafeln Ratsdiele: 1.800 Euro fürs Bück-Workout

Vorgang 2026/174 – Anfrage zu Acryl-Erläuterungstafeln an den Fenstern der Ratsdiele

Man könnte meinen, die Ratsdiele sei neuerdings ein Fitnessparcours: die Acryl-Erläuterungstafeln an den Fenstern fordern Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich zu bücken, die Schrift zu entziffern und dabei eine akrobatische Haltung einzunehmen. Vorgang 2026/174, die Anfrage von Ratsherr Henning Wehrmann, benennt genau dieses Phänomen – kleine Schrift, transparentes Material und eine Beleuchtungssituation, die das Lesen erschwert. 1.800 Euro Herstellungskosten klingen dabei wie das Eintrittsgeld für diesen unfreiwilligen Lesesport.

Kurz ernsthaft: Die Vorlage ist eine formelle Anfrage (Vorgang 2026/174) vom 22.05.2026, die in der Sitzung des Betriebsausschusses des Goslarer Gebäude Managements am 3. Juni 2026 behandelt wird. Nach den vorliegenden Angaben sind die Schriftgröße der Tafeln und die Kombination aus transparentem Acryl mit Fensterbeleuchtung kritisiert worden, weil dadurch die Lesbarkeit eingeschränkt ist. Die Herstellungskosten werden mit 1.800 Euro beziffert. Offen ist derzeit, warum transparentes Acryl für die Einbausituation gewählt wurde und welche konkreten Nachbesserungsmaßnahmen die Verwaltung vorschlägt. Die Antwort der Verwaltung bleibt abzuwarten; Bürgerinnen und Bürger sind von der eingeschränkten Informationsaufnahme betroffen. Solange die Gründe für die Materialwahl und die geplanten Kosten für Nachbesserungen nicht geklärt sind, bleibt es bei begründeter Kritik an der Planung und Ausführung.

Vorgangsnummer: 2026/174 | Original bei ALLRIS