Barrierefreie Lichtsignalanlage: 35.000 Euro, damit Goslar endlich hört

Vorgang 2026/197 – Barrierefreie Ausrüstung der Lichtsignalanlage Heinrich-Pieper-Straße / Berliner Allee

Die Stadt hat offenbar beschlossen, dass Ampeln nicht länger nur sehen, sondern auch sprechen dürfen. Die Lichtsignalanlage an Heinrich-Pieper-Straße / Berliner Allee bekommt jetzt für 35.000 Euro akustische und taktile Orientierungshilfen — offenbar, nachdem ein blinder Schüler der Stadt deutlich gemacht hat, dass die bisherige Lösung nicht ausreicht. Manchmal braucht es wohl erst persönliche Betroffenheit, bevor ein Zebrastreifen seine Stimme findet.

Aber mal im Ernst:

Bei der vorliegenden Beschlussvorlage handelt es sich um eine Vorlage zur überplanmäßigen Mittelbereitstellung in Höhe von 35.000 Euro. Die Mittel sollen aus Haushaltsresten der Maßnahme „Kaiserpfalzquartier“ umgeschichtet werden. Nach den Unterlagen setzen sich die Kosten aus rund 32.500 Euro für die Ausstattung und etwa 2.500 Euro für normgerechte Markierungen zusammen. Grund für die Dringlichkeit ist, dass die bestehende Lichtsignalanlage für einen blinden Schüler schwer nutzbar ist; die Maßnahme soll kurzfristig umgesetzt werden, um Sicherheit und Selbstständigkeit zu erhöhen. Offen bleibt, wie sich die Umschichtung auf weitere Planungen im Haushalt auswirkt und welche Folgekosten für Wartung und Betrieb entstehen. Politisch relevant ist neben der unmittelbaren Verbesserung der Zugänglichkeit auch die Frage der Haushaltsklarheit: Barrierefreiheit ist erforderlich, die Finanzierung sollte aber transparent erläutert werden.

Vorgangsnummer: 2026/197 | Original bei ALLRIS