Vorgang 2026/196 – Stand der Provenienzforschung in Goslar
Der Stand der Provenienzforschung in Goslar wirkt wie ein Aktenordner, der seit dem 27.08.2024 im Regal der Bedeutungslosigkeit vor sich hin staubt: Anfrage 2026/196 fragt nach dem Erst-Check, dem Förderantrag und möglichen Restitutionsforderungen — und bekommt bisher nur das beruhigende Rascheln unbeantworteter Formulare. Wenn der Erst-Check mit dem Landschaftsverband Südniedersachsen als gemeinsame Aufgabe beschrieben wird, wäre es doch praktisch, wenn diese Zusammenarbeit mehr als nur ein Namen auf einem Blatt Papier wäre.
Kurz ernsthaft:
Bei der vorliegenden Anfrage handelt es sich um eine öffentliche Anfrage (Vorgang 2026/196) von Ratsherr Henning Wehrmann vom 19.06.2026. Inhaltlich geht es um den aktuellen Stand der Provenienzforschung, konkret um die Vervollständigung des Erst-Checks, die Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Südniedersachsen, den Förderantrag für das Projekt ‚Koloniale Kontexte Erst-Check Afrika‘ und die Frage nach möglichen Restitutionsforderungen gegen die Stadt Goslar. Letzter bekannter Bericht erfolgte im Kulturausschuss am 27.08.2024; seitdem fehlen öffentliche Mitteilungen. Offen bleibt, ob ein Förderbescheid vorliegt, welche Ergebnisse aus den Checks vorhanden sind und wie die Stadt mögliche Ansprüche oder Rückgaben handhaben würde. Für Anwohnerinnen und Anwohner ist das relevant, weil Provenienzforschung Auskunft über Herkunft und Umgang mit dem kulturellen Erbe gibt und Vertrauen in kommunale Kulturarbeit stärkt. Die Verwaltung sollte zeitnah zum Stand des Erst-Checks, zum Status des Förderantrags und zu etwaigen Ergebnissen informieren.
Vorgangsnummer: 2026/196 | Original bei ALLRIS