
Vorgang 2026/189 – Wirtschaftsverträgliche Alternativen zur Vollsperrung der B241
Stellen Sie sich vor: vier Wochen Vollsperrung der B241 zwischen Auerhahn und Goslar während der Hauptreisezeit, eine gleichzeitige Sanierung der L515 in Langelsheim und eine Umleitung, die über das dörfliche Wolfshagen läuft. Voilà: ein verkehrstechnisches Bermuda-Dreieck, das Hahnenklee-Bockswiese wirtschaftlich und sicherheitstechnisch aufs Spiel setzt. Die B241-Sperrung mutiert zur lokalen Extremsportart ‚Stausurfen‘, während Reisebusse, Lieferanten und Rettungsfahrzeuge die theoretischen 54 Minuten Probe fahren dürfen – pro Strecke. Die Ortsratsfraktion nennt das Ganze eine planerische Bankrotterklärung und bittet den Rat, die verkehrsbehördliche Zustimmung zurückzustellen. Die Pointe ist bitter: Hauptreisezeit, vier Wochen, und niemand hat eine funktionierende, großmaßstäbliche Ausweichlösung parat.
Kurz ernsthaft:
Der vorliegende Vorgang ist ein Antrag (Vorgang 2026/189) der SPD-Ortsratsfraktion und von Hans-Heinrich Wiebe vom 04.06.2026. Er fordert die Stadt Goslar auf, bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf Alternativen zur geplanten Vollsperrung der B241 zu drängen. Belegbare Fakten sind die geplante vierwöchige Sperrung zwischen Auerhahn und Goslar, die gleichzeitige Sanierung der L515 in Langelsheim und die im Antrag genannte theoretische Zunahme der Fahrtzeit auf etwa 54 Minuten bei Umleitung über Wolfshagen. Offen bleibt, welche kurzfristigen Maßnahmen die Landesbehörde liefern kann und ob eine technisch umsetzbare halbseitige Sperrung mit Ampelregelung genehmigt würde. Die Bürgerwirkung ist hoch: Lokale Betriebe, Pendler und die Notfallversorgung in Hahnenklee-Bockswiese könnten erheblich betroffen sein. Die Stadtverwaltung sollte nun zügig die rechtlichen und verkehrstechnischen Optionen prüfen und den Dialog mit der Landesbehörde suchen.
Vorgangsnummer: 2026/184 | Original bei ALLRIS