Erst nach einem Monat, nach Weihnachten, nach Neujahr und nach ausreichender innerer Einkehr (wahlweise auch Bier) sehen wir uns nun in der Lage, diesen Abend sachlich, objektiv und vollkommen parteiisch zu dokumentieren.
Es begab sich, dass sich 10,5 Menschen zusammenfanden, um auf den Parteinachtsmann zu warten. Warum es genau 10,5 waren, ist bis heute ungeklärt. Möglicherweise handelte es sich um eine demokratische Kompromisslösung, möglicherweise um Quantenphysik. Die eingesetzte Untersuchungskommission tagt noch.
Der Abend begann mit einem kulinarischen Pflichttermin in Nörten-Hardenberg. Auf den Tellern: Schnitzel, Currywurst, Grünkohl – und im Glas: Bier. Also alles, was man braucht, um politische Diskussionen auf ein Niveau zu heben, das auch nach dem dritten Bier noch haltbar erscheint. Es wurde geredet, genickt, widersprochen, genickt, beschlossen, vergessen und wieder genickt. Kurz: Politik, wie sie sein muss.
Während wir warteten, warteten wir. Auf den Parteinachtsmann. Er kam nicht sichtbar, aber vielleicht war er längst unter uns. Vielleicht war er das Schnitzel. Vielleicht das Bier. Vielleicht der halbe Mensch. Wir werden es nie erfahren – und das ist auch gut so.
Später verlagerte sich der gesellschaftliche und kulturelle Schwerpunkt des Abends nach Göttingen, genauer gesagt ins Juzi. Dort ließen wir den Tag würdig ausklingen, mit Gesprächen über die großen Fragen der Zeit, die kleinen Fragen des Abends und die sehr großen Fragen nach dem nächsten Getränk. Es wurde gelacht, erinnert, geplant und mindestens einmal die Welt gerettet – leider ohne schriftliches Protokoll.
Am Ende blieb die Erkenntnis:
Der Abend war gut. Die Gesellschaft war gut. Die PARTEI war anwesend. Und manchmal ist genau das schon genug.
Wir verabschieden uns mit einem herzlichen Dank an alle 10,5 Beteiligten, an das Personal, an das Schnitzel, an den Grünkohl und an den Parteinachtsmann – wo auch immer er gerade sein mag.
Wir freuen uns auf das nächste gemeinsame Warten, Essen, Trinken und politische Nichtstun auf höchstem Niveau.
Bleibt stabil, bleibt satirisch und bleibt uns gewogen.
Danke an alle die das hier gelesen und gesehen haben
Die PARTEI KV Northeim



Liebe GenossX, FreundX und BürgX
seit dem 22. Dezember 2022 geht bei uns ab 23 Uhr flächendeckend das Licht aus – also wortwörtlich.
Die Straßenlaternen schlafen. Die Sicherheit auch.
Während wir im Dunkeln tappen, bleibt die Stadtverwaltung im Halbschatten ihrer Entscheidung.

Liebe GenossX, FreundX und BürgX
Der großartige, einmalige, historisch bedeutsame Kreisverband Northeim lädt ein zum offenen Stammtisch – und das völlig kostenlos (außer für Bier und Burger, die kosten schon).
🗓️ Wann? 12.07.2025 um 18:00 Uhr
📍 Wo? Don’s Diner, Northeimer Str. 19, Höckelheim (da, wo die Burger besser sind als die Wahlversprechen anderer Parteien).
Motto: „Bier, Burger & Basisdemokratie“
Was will man mehr? Außer vielleicht Pommes.
Kommt vorbei, diskutiert mit, esst was, trinkt was – und tut so, als würdet ihr die Welt retten.🌍💥
Mit maximaler Ernsthaftigkeit
Euer Kreisverband Northeim
Liebe GenossX, FreundX und BürgX
nach Jahren des politischen Tiefschlafs meldet sich der glorreiche Kreisverband Northeim der PARTEI zurück auf der Bühne des lokalpolitischen Wahnsinns.
Ja, ihr habt richtig gelesen: Northeim lebt! Jetzt auch wieder mit einer voll funktionsfähigen, völlig kompetenten und maximal seriösen politischen Kraft: UNS!
Was haben wir in den letzten Jahren erreicht? Viel. Also… nichts. Aber das mit Absicht, denn auch Nichtstun muss man konsequent betreiben – das ist gelebter politischer Widerstand gegen die hektische Leistungsgesellschaft!
Doch jetzt ist Schluss mit dem Stillstand! Offiziell, mit Stempel und Siegel.
Wir sind zurück, um:
Der erste offene Stammtisch ist schon in Planung. Motto: „Bier, Burger, Basisdemokratie.“
Kommt vorbei, bringt Freunde und Verwandte mit, wir nehmen alle. Wer sich berufen fühlt, die Geschicke dieses wunderbaren Landstrichs in die Hand zu nehmen (oder wenigstens mit einem Bier in der Hand zu kommentieren), ist herzlich willkommen.
Bleibt dran. Der nächste Blogeintrag kommt garantiert. Vielleicht schon vor 2030.
Mit maximaler Ernsthaftigkeit
Euer wiederauferstandener Kreisverband Northeim

Nachdem er im letzten Jahr ausfallen musste, fand am Sonntag wieder ein Stadtlauf in Northeim statt. So das erste Mal mit dabei: eine Mannschaft der PARTEI!
„Als wir hörten, dass dieses Jahr wieder ein Stadtlauf in Northeim stattfinden würde, haben wir sofort beschlossen, eine Politsportgruppe zu bilden und selbstverstänlich anzutreten.“, erklärt Sarah Müller, Vorsitzende des Kreisverbands, den sportlichen Eifer. „Besonders der Einbecker-Brauhaus-Lauf schien wie gemacht für uns!“
Eine weitere zentrale Motivation für die Teilnahme war zudem, dass seit dem letzten Wahlkampf mit PARTEI-Beteiligung bereits fast ein Jahr vergangen ist. „Man darf in solchen, für alle Parteien eher langweiligen und uninteressanten Phasen ohne Wahlkampf auf keinen Fall einrosten und träge werden“, fügt der stellvertretende Vorsitzende Konstantin Möller an. „Man bewegt nur etwas mit seiner Turbopolitik, wenn man sich auch selbst bewegt. Schließlich müssen wir auch für kommende Wahltermine fit bleiben!“
Unter insgesamt 40 Teilnehmern konnte sich die Mannschaft des Kreisverbands nach einem erbitterten Kopf-vor-Kopf-Rennen mit den Teilnehmern der Feuerwehr die begehrten hinteren Plätze sichern. „Man darf schließlich keine Verwirrung stiften.“, erklärt Agitpropbeauftragter Tobias Müller. „Sie finden uns in den Ergebnissen dort, wo Sie es bereits vom Wahlzettel gewohnt sind — ganz unten!“
Der Wimpelwart und sportliche Experte des Kreisverbands, Tristan Müller, fügt an: „Unsere Taktik war zunächst zu laufen. Allerdings war uns schnell klar, dass man in derart kleinstädtigen Gegebenheiten dem rückwärtsgewandten Denken nur mit rückwärtsgewandtem Sport begegnen kann. Also beschlossen wir, dass die einzige Möglichkeit für uns darin lag, mit vereinten Kräften rückwärts im Ziel einzutreffen.“
Ein besonderer Dank des Kreisverbands geht nach Goslar, wo man bereits eine gewisse Lauf-Erfahrung aufweisen kann. Sebastian Tschauder, der die Northeimer Mannschaft am Sonntag unterstützte und wie Müller bei der Europawahl antritt, verkündete daraufhin: „Wenn Sie mich wählen, laufe ich für Sie nicht nur Runden durch die Northeimer Innenstadt, sondern direkt nach Brüssel!“
Am 01.09. stellte die Partei Die PARTEI auf ihrem Bundesparteitag ihre Liste zur Europawahl auf. Mit dabei ist mit Sarah Müller auf Platz 83 auch eine Kandidatin aus Hardegsen.
Müller studiert Humanmedizin in Göttingen, ist Vorsitzende des Kreisverbands Northeim der PARTEI und trat bereits als Direktkandidatin bei der vergangenen Landtagswahl an. Gerade durch ihre Wurzeln in der Region fühlt sie sich fit für’s Europaparlament: „Da ich in Hardegsen aufgewachsen und in Northeim zur Schule gegangen bin, bin ich es gewohnt, nicht über die Grenzen der Stadtmauern hinauszuschauen. Diese Erfahrung werde ich im EU-Parlament bestens einsetzen können, schließlich schaut man dort ja auch nicht über die Mauern der Festung Europa hinaus.“
Auch Müllers Stellvertreter im Kreisverband, Konstantin Möller, freut sich über die Nominierung der Kreisvorsitzenden: „Als ihr bisheriger Stellvertreter hoffe ich natürlich nach der Wahl auf einen gut bezahlten Posten im Abgeordnetenbüro. Kaffeekochen kann ich bereits sehr gut.“
Auf dem ersten Platz der PARTEI-Liste stellt sich Martin Sonneborn zur Wiederwahl. Er wurde bereits bei der letzten Europawahl 2014 für Die PARTEI ins Europaparlament gewählt. Ihm folgt auf Listenplatz 2 Demotivationstrainer Nico Semsrott, der unter anderem aus der Heute Show bekannt ist. „Die weiteren Listenplätze wurden zunächst an Parteimitglieder mit sprechenden Namen wie ‚Bombe‘, ‚Krieg‘, ‚Göbbels‘ oder ‚Speer‘ vergeben. Damit hoffen wir, verwirrte Wähler rechtspopulistischer Parteien abgreifen zu können, da die ersten zehn Namen auf dem Wahlzettel gelistet werden.“, erklärt der Propaganda-Beauftragte des Kreisverbands, Tobias Müller, die weitere Liste der PARTEI. „Rechtspopulismus liegt ja schließlich nach wie vor schwer im Trend“. „Das sind alles gute Namen. Namen, die beinahe einen Weltkrieg gewonnen hätten. Damit wird die Europawahl zu gewinnen ein Leichtes sein.“, pflichtet Sarah Müller ihm bei.
Weitere Kandidaten aus der Region sind Sebastian Tschauder aus Goslar (Listenplatz 77) und Hendrik Bammel aus Göttingen (Listenplatz 88).
Neben ihrer Wahl auf die Liste zur Europawahl wurde Müller auf dem Bundesparteitag zudem besonders mit einem Orden des Bundesvorstands ausgezeichnet. „Ich habe diesen Orden für irgendwas bekommen. Vielleicht dafür, dass ich Auszeichnungen sehr mag oder weil ich das einzige Gesicht aus unserem Kreisverband habe, das man auf ein Plakat drucken kann“, erklärt Müller sichtlich gerührt.