Vorgang 2026/023 – Etablierung eines Goslarer Wintermarktes
Die Stadt plant einen Wintermarkt ab Januar, mit Eisfläche, Lichtillumination und dem Versprechen, die Innenstadt zu beleben — nur die Rechnung fehlt noch. Die Potsdamer Variante der festlich-flimmernden Planwirtschaft: erst die Eisfläche, dann die Kostenaufstellungen.
Spaß beiseite: Der Antrag der Ratsfraktion SPD fordert, dass die Verwaltung Gespräche mit der Goslarer Marketing Gesellschaft (GMG) führt, um Machbarkeit, Finanzierung und Konzeption zu prüfen. Beteiligte sollen unter anderem Standbetreiber, karitative Vereine und Vertreter der Innenstadt sein. Vorgeschlagene Elemente sind eine Eisfläche und besondere Lichtinstallationen; als Motivation wird der Erfolg des Weihnachtsmarktes genannt. Die Vorlage datiert vom 13.01.2026 soll am 27.01.2026 im Rat behandelt werden.
Kurz gesagt: Die Idee, das touristische und wirtschaftliche Leben über den Winter zu stützen, ist nachvollziehbar. Offen bleibt jedoch, wie hoch die Kosten sind, wer konkret zahlt und welcher Zeitplan für Planung und Umsetzung vorgesehen ist. Ohne belastbare Zahlen lässt sich die Machbarkeit nicht bewerten. Bürgerinnen und Bürger könnten von einer Belebung profitieren, doch Haushalts- und organisatorische Fragen müssen vor Entscheidungen geklärt werden.
Vorgangsnummer: 2026/023 | Original bei ALLRIS