
Vorgang 2026/172 – Fortführung des Projektes KliK
KliK, Kinder, Kaffeekasse: Die Stadt beantragt einen Zuschuss, und alle klatschen im Morgenkreis. Das Projekt KliK wird von der Diakonie im Braunschweiger Land betreut, findet 2026 wieder montags und dienstags in Kleingruppen im Gemeindehaus St. Georg (Jürgenohl) statt und wirft die alte Frage auf: Reichen 17.000 € für ein ganzes Jahr frühkindlicher Förderung, oder ist das nur die offizielle Verwaltungsversion einer Kaffeekasse? Die Pointe ist bitter: freiwillige Leistungen treffen auf freiwillige Haushaltsplanung.
Spaß beiseite:
Die vorliegende Beschlussvorlage (Vorgang 2026/172) beantragt einen maximalen Zuschuss von 17.000 € zur Fortführung des Projektes KliK für 2026. Träger ist die Diakonie im Braunschweiger Land gGmbH; das Angebot richtet sich an Familien mit Kindern von 0–3 Jahren und umfasst wöchentliche Kleingruppen (je 1,5 Stunden). Die Finanzierung soll anteilig über Landesmittel (50 %) und städtische Mittel (20 %) erfolgen; die Gesamtkostenplanung nennt 41.468 €. In Vorjahren nahmen bis zu 62 Familien teil. Offen bleibt in den Unterlagen, wie die Stadt die nachhaltige Bereitstellung laufender Haushaltsmittel sichert und wie sich die Nachfrage für 2026 genau darstellt. Politisch relevant ist, dass es sich um eine freiwillige Leistung handelt, die den städtischen Haushalt belastet und deshalb klarere Finanzzusagen erfordert, bevor die Fortführung beschlossen wird.
Vorgangsnummer: 2026/172 | Original bei ALLRIS