Vorgang 2026/248-01 – Mitteilung: Ausgaben für Veranstaltungen in Hahnenklee
In Hahnenklee wird gefeiert, und offenbar verschwindet dabei die Buchhaltung im Nebel: Die Stadt behauptet, keine städtischen Kosten für Bühnen, Veranstaltungstechnik, Pyrotechnik oder Absperrzäune gehabt zu haben, während die HTG GmbH zu ihren Ausgaben schweigt. Sommerfest, Walpurgis und Kurpark: viel Jubel, keine Rechnungen von städtischer Seite – und eine Abzäunungspraxis, die wie ein exklusives Veranstaltungs-Geheimnis wirkt.
Spaß beiseite: Die Vorlage ist eine öffentliche Mitteilung, mit der die Verwaltung auf eine Anfrage des Ortsratsmitglieds Hagen Maximilian Kühl (12.08.2026) reagiert. Belegbar ist, dass für die Stadt Goslar in den letzten drei Geschäftsjahren keine Kosten für Bühneninfrastruktur und Pyrotechnik angefallen sind; gleichzeitig macht die HTG GmbH in der Mitteilung keine Angaben zu ihren eigenen Ausgaben. Für den Paul-Lincke-Ring/Der Goldene Ton wurden keine temporären Bühnen genutzt. Die Verwaltung meldet außerdem, dass ihr keine beengten Platzverhältnisse in der Rathausstraße oder fehlende Rettungswege im Kurpark bekannt sind.
Offen bleiben mehrere wichtige Fragen: Warum besteht beim Sommerfest eine andere Regelung zur Absperrung als bei anderen Großveranstaltungen wie der Walpurgisnacht? Kann die HTG GmbH transparentlegen, welche Kosten sie tatsächlich trägt? Und ob der neue elektrische Wildschweinschutzzaun im Kurpark künftig als funktionale Abgrenzung für Events dienen kann, liegt ebenfalls in der Verantwortung der HTG. Bürgerinnen und Bürger sollten Klarheit über Zuständigkeiten und Ausgaben verlangen, damit Feiern nicht zum Verwaltungsrätsel werden.
Vorgangsnummer: 2026/248-01 | Original bei ALLRIS