Beamtenanteil und Pensionsverpflichtungen: 126 Stellen, 69 besetzt, 65,89 Mio. €

Vorgang 2026/162-01 – Beamtenanteil, Personalentwicklung und Pensionsverpflichtungen

In Goslar stehen 126 Beamtenstellen im Stellenplan, aber nur 69 davon sind tatsächlich mit Beamtinnen und Beamten besetzt, und die Stadt hortet Rückstellungen in Höhe von 65.893.726,00 € für Pensionen und Beihilfe. Die Verwaltung hat offenbar ein magisches Stellensystem erfunden: Plätze auf dem Papier, Personal in Tarifverhältnissen, und Rückstellungen, die trotzdem brav wachsen. Das klingt weniger nach Personalmanagement als nach einem besonders komplexen Versteckspiel mit Haushaltszahlen.

Kurz ernsthaft: Die Mitteilung beantwortet die Anfrage der Ratsgruppe der AfD (Vorgang 2026/162-01) zur Personalstruktur. Sie legt belegbare Zahlen vor: 126 Beamtenstellen im Stellenplan der Kernverwaltung (Stand 31.03.2026), davon sind 69 besetzt; in den Eigenbetrieben sind 9 Beamtenstellen ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und Beihilfe beliefen sich zum 31.12.2025 auf 65.893.726,00 €.

Die Verwaltung weist darauf hin, dass Auszubildende bedarfsgerecht übernommen werden, eine Übernahme aber nicht automatisch ein Beamtenverhältnis begründet. Für die Personalstrategie 2027–2031 soll das derzeitige Mischverhältnis zwischen Beamtinnen/Beamten und tariflich Beschäftigten beibehalten werden. Offen bleibt, wie groß die Einsparpotenziale bei Nichtwiederbesetzung tatsächlich sind und welche rechtlichen Konsequenzen die derzeitige Praxis hat. Für Bürgerinnen und Bürger relevant ist: Pensionslasten sind erheblich, und vakante Stellen beeinflussen Service und Personalkapazität in der Verwaltung.

Vorgangsnummer: 2026/162-01 | Original bei ALLRIS