Vorgang 2026/112 – Verstärkte Zusammenarbeit der Stadtbibliothek Goslar mit der Bücherei Vienenburg
Satirischer Einstieg:
Stadtbibliothek Goslar und Bücherei Vienenburg planen demnächst eine ‚freundliche Übernahme‘: ab dem 1. Juli 2027 soll eine gemeinsame Mitgliedschaft und ein digitaler Katalog gelten, damit Besucher künftig mit einer Lesekarte im Gepäck von Goslar nach Vienenburg pendeln können, ganz wie in einem literarischen Franchise. Die Verwaltung veranschlagt dafür rund 4.000 € im Haushalt 2027 — genug, um ein Regal neu zu etikettieren und zwei Ehrenamtliche auf Papieraustausch zu schicken. Während die Worte ‚Zweigstelle‘ und ‚Zusammenarbeit‘ in der Vorlage erscheinen, bleibt das Verwaltungsballett erfreulich unentschlossen über die Frage, wer künftig die Lesekarten verteilt und ob die Datenschutzerklärung jetzt in dreifacher Ausfertigung vorliegt.
Spaß beiseite:
Die Vorlage ist eine Prüf- und Entscheidungsvorlage zur engeren Zusammenarbeit zwischen Stadtbibliothek und der Bücherei Vienenburg mit dem Ziel, Vienenburg organisatorisch näher an die Stadtbibliothek anzubinden. Kernpunkte sind die Einführung einer gemeinsamen Mitgliedschaft und eines digitalen Katalogs ab 1. Juli 2027, die Umwandlung von Vienenburg in eine Zweigstelle sowie die Anmeldung von etwa 4.000 € im Haushalt 2027 für die Umsetzung. Als Übergangsmaßnahme soll freitags das Format ‚Open Library‘ zusätzliche Unterstützung leisten; zudem sind regelmäßige Vernetzungstreffen mit anderen Stadtteilbüchereien geplant. Offene Fragen betreffen die konkrete technische und datenschutzrechtliche Umsetzung der Mitgliedschaft, die genaue Kostenaufstellung (Softwaremigration, Support, mögliche Personalaufwüchse) sowie Haftungsregelungen bei Fernleihen. Politisch relevant ist, dass ehrenamtlich geführte Büchereien unterschiedliche Trägerformen und Satzungen haben, die angepasst werden müssten, ohne die Eigenständigkeit der Ehrenamtlichen zu gefährden.
Vorgangsnummer: 2026/112 | Original bei ALLRIS