Vorgang 2026/071 – Soziale Stadtentwicklung: Quartiersmanagement Oker
Die Satire, kurz gefasst: Nachdem die Wohnbebauung rund um die Grundschule Oker über Jahre verfallen durfte, kündigt die Stadt nun ein Quartiersmanagement an, als wäre ein Bauzaun bereits ein Sanierungsplan. In schönster Verwaltungstradition sollen brachliegende Gewerbeflächen plötzlich zu „Potenzialflächen“ erklärt werden, während Anwohner und Familien mit Kindern weiterhin in desolaten Häusern sitzen. Quartiersmanagement als Notfallkonzept: erst die Probleme entstehen lassen, dann Menschen und Förderanträge bitten, das Chaos zu ordnen.
Kurz ernsthaft:
Der Vorgang 2026/071 ist ein Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE vom 13.02.2026, der vorschlägt, die Stadt Goslar möge ein Projekt zur nachhaltigen sozialen und baulichen Entwicklung des Quartiers um die Grundschule Oker initiieren. Die Vorlage fordert, brachliegende Gewerbeflächen einzubeziehen, lokale Akteure in die Ausarbeitung einzubinden und mögliche Förderprogramme des Landes Niedersachsen zu prüfen. Das Dokument benennt Probleme wie den desolaten Zustand vieler Wohngebäude, die Anwesenheit von Familien mit Kindern, kulturelle Spannungen, eine örtliche Drogenszene und zunehmende Vermüllung. Offen bleiben konkrete Zeitpläne, Zuständigkeiten und finanzielle Angaben. Bürgerwirkung: Betroffene Anwohner könnten von Maßnahmen profitieren, benötigen aber verlässliche Zeitrahmen und echte Beteiligung statt symbolischer Maßnahmen.
Vorgangsnummer: 2026/071 | Original bei ALLRIS