PARTEI-Führung übernimmt Verantwortung für katastrophales Wahlergebnis

Die PARTEI Hildesheim hat ihr Wahlziel, mit dem Alkoholgehalt ihres Wahlkampf-Bieres „Das kleinere Übel“ gleich zu ziehen und 3,3% zu erreichen, deutlich verfehlt. Dazu Sarah Isabel Hüsgen, die im Wahlbereich L die meisten Stimmen einsammelte: „Ich will diesen Saftladen unter diesen Umständen gar nicht im Kreistag vertreten müssen. Da habe ich auf den Dörfern bei Giesen, Harsum und Schellerten verhältnismäßig ein Traum-Ergebnis eingefahren und es reicht trotzdem nicht für einen zweiten Sitz. Peinlich!“

Kreisvorsitzender Hamun Hirbod übernimmt dafür die Verantwortung: „Offenbar konnten wir mit unserem dadaistischen Wahlkampf nicht genug Wähler überzeugen. Es mag auch sein, dass ich ein oder zwei Mal recht spät zum Aufbau unseres Infostandes erschienen bin und wir damit wichtige Wählerströme am Samstag Vormittag verpasst haben. Warum die Wähler aber zu den Linken ausgewichen sind, deren Bude oft bis zum Nachmittag noch verrammelt war, ist mir ein Rätsel. Jedenfalls verzichte ich darauf, im Kreistag nachzurücken, und nutze die Donnerstage lieber wieder dafür, funktionierende Strategien für die Machtübernahme zu erarbeiten.“

Ortwin Bönhold, stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes, sieht bei sich ebenfalls eine Teil-Schuld: „Mit dem Leineflachland und dem ICE-Halt für Sibbesse haben wir zwar populäre Forderungen der Land-Bevölkerung aufgegriffen. Doch die Menschen in Holle und Bockenem hätte sicher noch interessiert, ob Die PARTEI den antifaschistischen Schutzwall zukünftig vor oder hinter der jeweiligen Gemeindegrenze errichten möchte. Diese Antwort sind wir ihnen schuldig geblieben. Das nehme ich zum Anlass, um mein Stadtrats-Mandat weiterzugeben und hoffe, dass sich ein würdiger Nachrücker findet. Ich konzentriere mich die nächsten fünf Jahre lieber darauf, die Sorgen der gesamten Bevölkerung ernst zu nehmen und in unserem Programm zu berücksichtigen. Außer die von Nazis, die haben die Schnauze zu halten.“