Kommunalwahl 2020 – Programm

1. Neues Klüngelschild für das Rathaus

Der Klüngel ist seit der Steinzeit (Schätzung) integraler Teil der Kölner Politik. Dennoch verkünden andere Parteien in Kommunalwahlzeiten, dass sie eine Politik ohne Vetternwirtschaft und Postengeschacher etablieren werden. Das ist allerdings nicht nur gelogen, sondern auch realitätsfern, denn wer würde schon die ganzen Karnevalsvereine abschaffen wollen?! Wir von der PARTEI Köln wollen das nicht und werden daher einen besseren und tolleren Klüngel etablieren, der alleine schon dadurch besser wird, dass wir ihn bestimmen.

2. Kein Bergbau im Kölnberg!

Als einzige Partei fordern wir seit Jahren einen Bergbaustopp im Kölnberg. Anders als die anderen Parteien schätzen wir die Bewohner des Kölnbergs sehr und suchen nach anderen Methoden zur Aufbesserung des Stadtteils. Zum Beispiel durch das Bekämpfen sozialer Ungerechtigkeiten, oder für den Start eine Bahnanbindung. Zur Energiegewinnung sprechen wir uns stattdessen für eine Lindenthalsperre aus, dort tut es niemandem weh.

3. Großinvestoren enteignen!

Die PARTEI Köln ist davon überzeugt, dass diese Stadt uns allen gehört. Großinvestoren wie z.B. Christoph Gröner sind jedoch dabei, Köln durch Luxussanierungen so teuer zu machen, dass es sich viele nicht mehr leisten können, hier zu wohnen. Deshalb fordern wir die sofortige Enteignung aller, die unsere schöne Stadt kaputtsanieren. Der dadurch freiwerdende Geldbesitz soll für die Erweiterung des Aqualands (Doppelloopingrutsche!!), regenbogenfarbene Straßenbeleuchtung und in unseren persönlichen Besitz investiert werden. Irgendwer muss schließlich in den bereits gebauten Luxuslofts wohnen…

4. Domrenovierung nach Pariser Vorbild!

Wir brennen für den Dom, nun sollte der Dom auch endlich einmal für uns brennen. Kostenexplosive Großprojekte wie die Opernrenovierung, die Hubschrauberstation auf dem Kalkberg, U-Bahn-Bauten mit begleitenden Gebäudeeinstürzen oder absolut jedes andere Projekt, das diese Stadt jemals angefasst hat, treiben uns in eine tiefe Verschuldung. Doch seit Notre Dame wissen wir: Ein kleines Feuer an für das Panorama wichtigen Gebäuden lässt die Kasse klingeln! Durch Spenden von Multimilliardären ließe sich die Verschuldung der Stadt mit Leichtigkeit bewältigen und ein neuer Kölner Dom 2.0 könnte über dieser Stadt erstrahlen! (Anschließend: Doppelloopingrutsche, Regenbogenbeleuchtung etc.)

5. Cannabis legalisieren – THC statt AfD!*

Menschen mit Youtube-Expertise wissen: Marihuana ist nicht gefährlich und macht viel zu träge, um faschistischen Aktivitäten nachzukommen. Wir sind der Überzeugung: Diese Menschen wissen, wovon sie reden, dementsprechend fordern wir die sofortige Freigabe von Cannabis! (*Kommunalpolitisch nicht durchsetzbar. Klingt aber schön und bringt Sympathien unter Jugendlichen und Philosophiestudenten im 16. Semester.)

6. Bewaffnungsverbot für CDU-Politiker!

Bereits zur Kommunalwahl 2015 forderten wir ein Nagelverbot auf der Keupstraße. In der Zwischenzeit machten sich zahlreiche rechtsextreme Einzeltäter auf, weiterhin den Status ihrer Herrenrasse mit Waffengewalt und Morden durchzusetzen. Auch ein CDU-Politiker aus Köln-Porz folgte dem Trend und sah sich nach z.B. dem Mord an seinem Parteigenossen Walter Lübcke inspiriert, zu Jahresbeginn auf einen unschuldigen Erstwähler zu schießen, sicherlich nur um diesem seine Meinung näherzubringen. Wir sehen ein, dass unsere Forderung nicht mehr zeitgemäß ist und schrauben diese auf ein realistischeres Maß zurück… wenn schon keine NSU-Aufklärung, dann vielleicht wenigstens keine Politiker mit Schusswaffen? Ok, keine LOKALpoliti… schon gut, schon gut, dann halt keine lokalen CDU-Politiker, fein!

7. Kunst und Kultur in Ruhe sterben lassen!

Seit Jahren arbeitet die Stadt konsequent daran, kulturelle Freiräume, Clubs und Kneipen (Ebertplatz, Ehrenfeld, Mülheim…) dichtzumachen. Das langsame Sterben solcher Begegnungsstätten verursacht immer wieder Schmerzen bei Betreibern und Besuchern, die sich am besten mit einem langsam abgezogenen Pflaster vergleichen lassen. Was seitens der Stadt gut begonnen wurde, hat sich nun durch Corona potenziert, und wo wir uns sowieso schon an ein Leben ohne diese Kultur gewöhnt haben – warum nicht das Pflaster schnell in einem Rutsch abziehen, um allen Beteiligten lang anhaltenden Schmerz zu ersparen und stattdessen ein angenehm dämmriges, sofortiges Ausbluten einleiten? Warum nicht jegliche Clubszene, Kontra- und Kneipenkultur auf einen Schlag abschaffen und Köln endlich zur belanglosen, gleichförmigen Weltmetropole werden lassen, die sie in 10 bis 20 Jahren ohnehin geworden wäre? Da dank Corona zuhause Trinken wieder salonfähig ist, können wir keinen Nachteil erkennen.

8. Karneval bleibt Karneval!

Ohne irgendwas mit Karneval lockt man in Köln keinen Hund hinterm Ofen hervor, daher kommen wir nicht umhin, empört die systematische Verrohung unserer Kultur festzustellen! Sei es durch Bestrebungen, Karneval auch im Sommer zu etablieren oder die Unart diverser Lokale, Ballermannhits ohne (!) Sonne und Strand im Winter zu spielen! Wir von der PARTEI Köln machen da nicht mit. Wir kämpfen für den Erhalt unseres einzigartigen Saufgelages bei viel zu kalten Temperaturen in komischen Klamotten, während man der wildfremden Person neben sich versucht, den gelallten Text von „En unserm Veedel“ zu übersetzen. Und das geht nun einmal nirgendwo besser als in unserer wunderbaren Landeshauptstadt Köln.