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Freitag, 24. April 2020

Quasi sicher im Kölner Stadtrat: Lukas Herrmann

Vor knapp 23 Jahren begab es sich, dass der Wunderknabe Lukas Herrmann, seines Zeichen Platz 3 unserer Rebell*innenliste, im Krankenhaus Köln-Holweide das Elend dieser Welt erblickte und die Geburtshelfenden mit der Aussage „Pardon, die Damen und Herren, aber in was für ein ausbeutendes Wirtschaftssystem bin ich hier geraten? Entschuldigen Sie mich, ich brauche eine Zigarette“ begrüßte. Nach dem der erste Schock verdaut war, begann sich Lukas an sein Umfeld zu gewöhnen. Und dieses Umfeld war nichts Geringeres als die Häuser und Gassen von Köln am Rhein. Nach dem erfolgreichen Abschließen der Grundschule in Holweide zog es ihn zur Liebfrauenschule nach Lindenthal, die auch Henriette Reker besuchte und sie sich nur knapp verpassten, da sie wenige Jahre vor ihm ihren Abschluss machte.

Seriös, authentisch, kölsch (Foto © Piotr Mazar)

Aber was treibt den jungen Mann an im Leben?
Manche vermuten die Musik. Schließlich hat er als ehemaliger Sänger des Kölner Domchores, als ehemaliger Sänger der legendären „Rage Against The Machine“-Coverband „Fake Against The Machine“ und aktueller Sänger der über die Stadtgrenzen bereits berüchtigten „Jane Damage“ viele Stationen seines Lebens musikalisch begleitet und gelebt. Andere wiederum sind der festen Überzeugung, dass Lukas sich der gänzlichen Kunst widmet. Seit Anfang 2018 engagiert er sich im Team der Kunstgalerie „GOLD+BETON“, dessen geschätzte Kolleginnen ihn nicht mehr missen wollen. Bleibt noch das Kochen. Seit er 19 ist treibt er sich in den verschiedenen Gastronomie-Betrieben dieser Stadt herum. Schließlich verschlug es ihn vor 2 Jahren an die Herdplatten von Mannis Rästorang, wo er seitdem auch liebend gern geblieben ist. „Pad Thai kann er, naja, geht so.
Aber PARTEI! Dat kann er!“ ließ ein Thekenkollege mal verlauten und dem ist dann auch nichts hinzuzufügen. Außer seine PARTEI-Tätigkeit natürlich. Seit er wählen kann, wählt Lukas Die PARTEI. Fakt. Neben gelegentlichen Texteinwürfen beim Hausmagazin für endgültige Satire „Titanic“ hat er große Ziele für Köln und Köln-Nord: „Das Rathaus braucht ein neues Klüngelschild. Hinter diesem geschickten Wortspiel steckt ein sehr schlauer Gedanke, den ich aber noch nicht erläutern will. Als Ur-Kölner sind mir aber auch die Arbeiterinnen und Arbeiter unserer Stadt wichtig, vor allem die Heinzelmännchen und -frauchen. Deshalb werden wir bedingslos solidarisch an der Seite dieser kämpfen, bis sie eine faire Bezahlung inklusive Nachtzuschlag erhalten.“

Luki, wie er von allen liebevoll genannt wird, trägt diese Stadt im Herzen. Er erinnert sich an ein nicht gentrifiziertes Ehrenfeld, weiß um die Vorteile des Leitungswassers der Schäl Sick und spricht fließend Kölsch. Jedes Veedel hat er in seinen jungen Jahren gesehen, weiß um die Vorzüge und Nachteile jedes einzelnen. Er kombiniert die einzigartige Energie seiner jungen Jahre mit der Lunge eines 50-Jährigen.